Seit Wochen wird über das Aufeinandertreffen zwischen der TSG Balingen und SG Sonnenhof Großaspach gesprochen. Am Samstag (14.30 Uhr) ist es soweit. Die Vorfreude bei den Beteiligten ist groß.
Scheinwerfer an: Wenn sich am Samstag die TSG Balingen und der Tabellenführer aus Großaspach gegenüber stehen, schauen die Fußball-Fans in der Region sicher genau hin. Schließlich treffen die beiden bisher besten Teams der Oberliga aufeinander.
TSG-Trainer Murat Isik hebt hervor: „Es ist ein Highlight, vor allem für unsere Mannschaft. Sie haben sich dieses Spiel verdient und wollen sich messen.“ Gleichwohl werde man an der Vorbereitung nichts ändern. Isik gesteht: „Natürlich kribbelt es. Das ist aber immer der Fall, ich sehe kein Spiel gelassen.“
Qualität ohne Ende
Die Ausgangslage: Vier Punkte hat die SG bisher mehr gesammelt und zudem 14 Ligaspiele in Folge gewonnen. Mit einem Sieg in der Bizerba-Arena könnte man ausgerechnet den von der TSG gehaltenen Rekord in der Oberliga einstellen. Der Kader der samstäglichen Gäste ist gespickt mit hoher Qualität. Isik zählt auf: „Maximilian Reule ist ein top Torhüter, dazu ein toller Typ. Fabian Eisele ist im Strafraum unfassbar gut, eigentlich zu gut für diese Liga. Mert Tasdelen ist ein individuell starker Flügelspieler, Antonis Aidonis hat Erfahrung im Profibereich. So könnte man die Liste fortführen.“
Auch aufgrund dieser Auflistung sieht Isik den grundsätzlichen Druck eher bei Großaspach, die von Pascal Reinhardt (ehemaliger Coach des FC Holzhausen) trainiert werden. „Sie wollen seit dem Abstieg jedes Jahr wieder aufsteigen und dieses Jahr müssen sie unbedingt hoch“, so Isik.
Fragezeichen auf beiden Seiten
Noch unklar ist, ob der eigentlich gesperrte Kapitän Volkan Celiktas bei den Gästen eventuell doch auflaufen darf. Fragezeichen gibt es aber auch bei den Balingern. Klar ist: Dennis Latifovic und Ferdinand Schmidt kehren zurück, wobei letzterer nach dem jüngsten krankheitsbedingten Ausfall noch nicht ganz fit ist. Wie sieht es in der Defensive aus?„Noch können wir da nichts Konkretes sagen“, lässt sich Isik nicht wirklich in die Karten schauen. Das Abschlusstraining am Donnerstagabend dürfte hier mitentscheidend sein.
Gut gemacht haben es die Spieler aus der zweiten Reihe beim Auswärtssieg in Oberachern. Sollten Spieler aus der eigentlichen Stammelf zurückkehren, rücken diese aber wohl wieder ins zweite Glied. Isik erklärt: „Ich habe lieber mehr Auswahl, als wenn es andersrum ist. Es ist schön, das wir Jungs haben, die diese Rollen dann einnehmen können. Es ist im Fußball aber so, dass es in jeder Mannschaft drei, vier Akteure gibt, die wenn sie fit sind, auch spielen.“
In einer sicherlich vollgefüllten Bizerba-Arena wird der Blick auf den Aufstellungsbogen also schon spannend werden. Auf die anschließenden 90 Minuten könnte dieses Adjektiv sicherlich auch zutreffen. Schließlich haben die Zuschauer und Beteiligten lange genug auf dieses Spiel gewartet.