Top-Gehälter nach der Ausbildung Wo sich Ausbildung richtig lohnt: Bis zu 53.000 Euro Einstiegsgehalt
Nach dem Abi ins Studium? Nicht immer die beste Wahl. Wer die richtige Ausbildung wählt, verdient zum Einstieg genauso gut – manchmal sogar besser. Diese Berufe sind besonders lukrativ.
Ein Studium garantiert nicht immer gute Gehalts- und Karriereaussichten. Eine Ausbildung in den richtigen Berufen ist finanziell längst konkurrenzfähig, zeigt eine Studie. Doch welche sind das? Wer nach der Ausbildung gut verdienen will, sollte genau hinschauen.
Die am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe sind nicht die bestbezahlten. „Der Markt zahlt dort am meisten, wo der Bedarf am größten und der Wandel am spürbarsten ist“, sagt Anna Wittich, Arbeitsmarktforscherin bei der Recruiting-Plattform Stepstone. Die Liste der bestbezahlten Jobs nach der Ausbildung liest sich nach der Stepstone-Erhebung wie ein Katalog der drängendsten Herausforderungen der Wirtschaft.
Zukunftsrelevanz werde entsprechend honoriert. Ob Verteidigungsfähigkeit, Digitalisierung oder die Absicherung der alternden Bevölkerung – wer in diesen Feldern eine Ausbildung absolviere, sichere sich nicht nur einen systemrelevanten Job, sondern auch eine überdurchschnittliche Vergütung, sagt Wittich.
Unter den Spitzenreitern sind 2026 Berufe im Luftfahrt- und Verteidigungssektor, in der Digitalwirtschaft und im Gesundheits- und Sozialwesen. Auszubildende im Bereich Fluggerätmechanik mit den Schwerpunkten Triebwerkstechnik oder Fertigungstechnik liegen beispielsweise auf Rang drei der bestbezahlten Ausbildungsberufe.
Von der technologischen Transformation profitieren Kaufleute für Digitalisierungsmanagement, Mathematisch-technische Softwareentwickler/-innen und Fachinformatiker/-innen für Daten- und Prozessanalyse. Der demografische Wandel bringt jedoch auch die Gehälter für Pflegefachleute mit Schwerpunkt Altenpflege und Sozialversicherungsfachangestellte mit einer Spezialisierung auf Rente in die Top 10.
Die 10 bestbezahlten Ausbildungsberufe
Das sind die zehn Berufe, die nach der Ausbildung ein hohes Einstiegsgehalt versprechen. Beim Gehalt handelt es sich jeweils um das jährliche Mediangehalt.
- 1. Chemiekant/in (53.250 Euro)
- 2. Kaufleute – Digitalisierungsmanagement (53.000 Euro)
- 3. Fluggerätmechaniker/in – Fertigungstechnik (51.750 Euro) Fluggerätmechaniker/in – Triebwerkstechnik (51.250 Euro)
- 4. Operationstechnischer Assistent/in (51.250 Euro
- 5. Pflegefachleute (Altenpflege) (51.000 Euro)
- 6. Sozialversicherungsfachangestellte – Rentenversicherung (50.750 Euro)
- 7. Mathematisch-technische Softwareentwickler (49.750 Euro)
- 8. Pharmakant/in (49.500 Euro)
- 9. Fachinformatiker/in – Daten – und Prozessanalyse (49.500 Euro)
- 10. Investmentfondskaufleute (49.500 Euro)
Das Mediangehalt ist der Wert, der alle Einkommensbezieher in zwei gleich große Gruppen teilt: Die eine Hälfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Das Mediangehalt ist damit aussagekräftiger als der Durchschnitt, der durch wenige sehr hohe oder niedrige Einkommen verzerrt wird.
Zwischen Bezahlung und Beliebtheit gibt es Unterschiede, wie ein Blick in die Rangliste des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, das die beliebtesten Ausbildungsberufe auflistet. Ausbildungsklassiker wie Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Kaufleute für Büromanagement oder Verkäufer/innen führen das Beliebtheits-Ranking an. Diese Berufe werden deutschlandweit breit angeboten, liegen bei den Median-Jahresgehältern jedoch teils deutlich unter den Werten der hochspezialisierten Ausbildungsberufe.
Die 10 beliebtesten Ausbildungsberufe
- 1. Kraftfahrzeugmechatroniker/in (39.500 Euro)
- 2. Kaufleute für Büromanagement (39.250 Euro)
- 3. Verkäufer/in (34.250 Euro)
- 4. Medizinischer Fachangestellte (39.750 Euro)
- 5. Zahnmedizinische Fachangestellte (36.750 Euro)
- 6. Fachinformatiker/in (47.250 Euro)
- 7. Kaufleute im Einzelhandel (35.250 Euro)
- 8. Elektroniker/in (48.500 Euro)
- 9. Anlagenmechaniker/in Sanitär, Heizung Klima (42.000 Euro)
- 10. Industriekaufleute (41.500 Euro)
Der wichtigste Kompass bei der Berufsorientierung sollte laut Arbeitsmarktexpertin Wittich nie das Gehalt allein sein. Was zähle, seien die eigenen Interessen, Stärken und der Spaß am Job. Ihr Fazit: „Egal welcher Beruf: Eine Ausbildung ist oftmals ein solides Fundament für die spätere Karriere. Mit einem anschließenden Meister oder einem aufbauenden Studium werden sich künftig breite berufliche Chancen öffnen.“