Gibt es für das Top 10 doch noch Hoffnung? Seitens der Stadt Balingen heißt es, man sei daran interessiert, dass das Balinger Nachtleben an selber oder auch anderer Stelle weitergeführt werden kann. Foto: Jessica Müller

Die Diskothek Top 10 in Balingen schließt Ende Mai für immer ihre Türen – oder doch nicht? Seitens der Stadt Balingen wünscht man sich eine Lösung für feierlustige Jugendliche. Das sagt Oberbürgermeister Dirk Abel.

Säumen trunkene Jugendliche schon bald die Balinger Innenstadt? Denn wohin sollen die Feierlustigen gehen, wenn das Top 10 Ende Mai seine Türen für immer schließt?

 

Diese Frage wurde jüngst in der Sitzung des Balinger Verwaltungsausschusses gestellt. „Das Top 10 war ein Stück Kulturgut und ein wichtiger Faktor für jüngere Generationen, auch weit über die Stadtgrenze hinaus“, leitet Christoph Foth (FDP) ein. „Hier sollten wir als Stadt auch aktiv werden“, findet er.

Seitens der Verwaltung rechne man bereits damit, dass es nach der Schließung der Diskothek zu Veränderungen in der Innenstadt kommen könnte. Zum Beispiel, dass es an den Wochenenden häufiger nachts noch länger laut sein könnte und eventuell mehr Müll hinterlassen wird. Man wolle eine solche Störkulisse in der Innenstadt verhindern. Im Industriegebiet sei die Partyszene bisher gut angesiedelt gewesen.

Hoffnung für das Top 10

Oberbürgermeister Dirk Abel sprach sich ebenfalls dafür aus, dass seitens der Stadt nach einer Perspektive für partybegeisterte Jugendliche gesucht und gegebenenfalls ein Angebot geschaffen werden sollte. „Wir sind mit Nachdruck an dem Thema dran und auch weiterhin in Kontakt mit Dirk Bamberger, dem Inhaber des Top 10“, sagt er. „Die Rahmenbedingungen sind schwieriger als noch vor ein paar Jahren, aber wir haben dennoch Hoffnung, dass sich da noch etwas tut.“

Für Ideen, was man diesbezüglich – gegebenenfalls auch in den Räumen des Top 10 – realisieren könnte, sei man offen.