Die Fans feierten den Musiker aus Backnang ab. Foto: Bäurle

Die Show war unterhaltsam, die Songs famos: Unter dem Motto "Die beste Zeit ist jetzt" legte Singer-Songwriter Gregor Meyle auf dem Festplatz in Gruol einen tollen, fast dreistündigen Auftritt hin.

Haigerloch - Der Songpoet und seine Musiker und Musikerinnen zeigten sich dermaßen gut gelaunt und spielfreudig, dass der gut dreistündiger Auftritt fast wie im Fluge zu vergehen schien. Vor allem suchte Meyle immer wieder den Kontakt zu seinen Fans und erzählte Geschichten, so dass eine familiäre Atmosphäre entstand.

Die Begrüßung hielt er natürlich auf schwäbisch – er stammt ja selbst aus Backnang. Meyle scherzte gleich zu Beginn, dass er gedenke, das ganze Konzert auf schwäbisch zu machen.

Meyle vermittelt die Leichtigkeit des Seins

Und dann ging’s los: Der erste Song war "Weck mich niemals auf" , und vor dem zweiten Lied "Hier spricht dein Herz" machte er den Gruolern gleich ein Kompliment: "Jetzt geht es um einen Ort, der fast so schön ist, wie Gruol – Sardinien". Mit diesem Lied forderte er sein Publikum auf, die Leichtigkeit des Lebens nicht zu verlieren.

Bei "Dann bin ich zuhaus’" setzte vor allem Sängerin Lena Akzente, sie ergänzte Meyle im Laufe des Abends beim Harmoniegesang immer wieder hervorragend. Sehr gut kamen auch die beiden rhythmischen Songs "Wie kann das geschehen?" mit Gregor Meyle an der E-Gitarre und "Ich hätt nix dagegen" mit schöner Bläsereinlage an.

Hochkarätige Bandmusiker

Auch in den anderen Liedern zeigte Meyles Band, dass sie alles hochkarätige Musiker sind. Das bekannte "Niemand", wurde von einem Geigensolo in Hochgeschwindigkeit veredelt. "Frei mit dir" wartete unter anderem mit einem Schlagzeugsolo auf und "So bin ich" war von Saxofon-Soli durchsetzt.

Selbst lateinamerikanische Rhythmen waren angesagt: so bei der Samba "Die wunderschönsten Dinge" oder der Salsa "Ich arbeite noch daran". Auch irische Folklore gehörte zum unglaublich vielseitigen Repertoire der Künstler.

Sehr gut kamen auch die ruhigeren und dezent vorgetragenen Titel wie "Komm kurz rüber" an, die entweder Gänsehaut verursachten oder zum Träumen einluden – aber nicht mit oberflächlicher Attitüde, sondern mit tief aus Gregor Meyles Herz strömenden Gefühlen.

Zugaben erzeugen Gänsehaut

Die Zugaben bestanden zum großen Teil aus traumhaft vorgetragenen, gefühlvollen Songs. Bei "Du bist das Licht" sangen alle nochmals so inbrünstig mit, dass eine erneute Gänsehaut unvermeidlich war. Dazu gingen die Handys mit ihren Lichtern in die Höhe oder Feuerzeuge wurden geschwenkt.

Am Ende dankte Gregor Meyle allen, die mit der Organisation und Durchführung seines Auftritts betraut waren, vor allem Jessica Schneider, die den Kontakt hergestellt hatte, sowie Bürgermeister Heinrich Götz.

Publikum begeistert

Dieser zeigte sich, ebenso wie Gruols Ortsvorsteher Reiner Schullian, sehr angetan von der Veranstaltung. Auch im Publikum waren nur lobende Worte zu hören. "Super" brachte es ein Zuhörer mit einem Wort auf den Punkt, ein anderer wiederum war von den Live-Qualitäten der Band beeindruckt. Gregor Meyle selbst hat der Abend in Gruol ebenfalls gut gefallen. "Eines der schönsten Konzerte in diesem Jahr", meinte er gegenüber unserer Zeitung. Die Organisatoren lobte er für ihren Mut und Idealismus.

Vereine sorgen für Bewirtung

Für eine gemütliche Atmosphäre auf dem Festplatz vor, während und nach dem Konzert sorgten unter anderem die Narrenzunft Haigerloch. Sie kredenzte gemeinsam mit dem Sportverein Haigerloch unter anderem Maultaschen. Beim Narrenverein Gruol gab es Burger, der Narrenverein Bad Imnau versorgte die Gäste mit Getränken ohne Alkohol, am Stand des Musikvereins Gruol gab es dafür Cocktails, und beim SV Gruol kühles Bier. Dazu gesellten sich ein Stand mit Softeis und ein Merchandising-Stand.