Jürgen Blank, Antoaneta Bartling (beide von der Rügener Kleinkunstbühne Pro Musis) und Dieter Maier von SüMa GmbH Foto: Heinz Vollmar

Im Raum stehen Vorwürfe vom Veranstalter und von Ausstellern gegen Schlossbesitzer Alexander Schwabe. Dieser erhebt seinerseits Vorwürfe.

Grund für das Ende des Traditionsanlasses ist ein Zerwürfnis zwischen Veranstalter und Schlossbesitzer. Über die Zustände in der Zusammenarbeit mit dem Besitzer von Schloss Beuggen, Alexander Schwabe, informierten jetzt Jürgen Blank von der Rügener Kleinkunstbühne Pro Musis, Veranstalter des Töpfers & Künstlermarktes, sowie Dieter Maier (SüMa GmbH) als bisheriger Veranstalter der Gartenmesse DIGA.

 

Maier hatte bereits in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem Schlossbesitzer wegen Zerwürfnissen aufgekündigt. Dass nun auch der Töpfer & Künstlermarkt auf Schloss Beuggen wegfällt, sei allein dem Verhalten von Schwabe geschuldet, so Blank. Schwabe habe nicht nur ihn sondern auch die Aussteller durch sein Verhalten verärgert. Beispielhaft legte er Kommentare von Ausstellern vor, die von emotionalen Entgleisungen des Schlossbesitzers berichten. Weiter heißt es, dass aus diesen Gründen die Atmosphäre des Marktes gelitten habe.

Verbale Angriffe

Ein Aussteller spreche sogar von „wüsten Angriffen“ des Schlossherrn, die man zu erdulden hatte, weil man mit Kindern und Nachbarn gemeinsam gesungen habe. Andere beklagen indes die Auflagen des Schlossbesitzers im Hinblick auf das Befahren des Ausstellungsgeländes und in Bezug auf andere Reglements, die als nicht mehr zumutbar wahrgenommen wurden.

Sowohl Blank als auch Maier berichten darüber hinaus von Abrechnungsgebaren des Schlossbesitzers, die nicht weiter hinnehmbar gewesen seien. Beispielhaft wiesen sie auf ein 1000 Quadratmeter großes Vlies hin, das der Schlossbesitzer vor wenigen Jahren zur Abdeckung von Teilen des Ausstellungsgeländes verlangte und das vom Veranstalter des Töpfer & Künstlermarktes daraufhin angeschafft wurde. Auf die Frage, ob er das Vlies nach dem Markt bis zum nächsten Jahr beim Töpfer & Künstlermarkt auf Schloss Beuggen deponieren könne, soll der Schlossbesitzer gesagt haben, „ja, aber nur wenn das Vlies dann mein Eigentum wird.“

Daraufhin habe der Schlossherr das Vlies sogar an die Firma SüMa GmbH zu einem Preis von 1548 Euro für die DIGA vermietet. Das Unternehmen habe dann jedoch das Vlies gar nicht benötigt, der Schlossherr habe aber dennoch auf die Bezahlung der Rechnung beharrt. Mittlerweile habe der Schlossbesitzer den bisherigen Veranstalter des Töpfers & Künstlermarkte indes aufgefordert, das Vlies abholen zu lassen mit der Begründung, es sei ja schließlich in seinem Besitz.

Darüber hinaus habe der Schlossbesitzer auch gedroht, wegen vermeintlicher Schäden durch die Veranstalter und deren Aussteller Rechtsanwälte einzuschalten.

Schlossherr ist erschüttert

Auf Nachfrage teilte Schlossbesitzer Alexander Schwabe mit, dass ihm die Vorwürfe der Aussteller völlig schleierhaft seien. Er sei erschüttert. In Bezug auf den bisherigen Vertrag mit dem Veranstalter des Töpfer & Künstlermarktes sagte er, dass der Vertrag ausgelaufen sei, den er von der evangelischen Landeskirche übernommen habe. Weiter führte er im Hinblick auf Blank auf, dass dieser insolvent sei und der Verein „Rügener Kleinkunstbühne Pro Musis“ nur eine vorgeschobene Institution sei. Im Übrigen sei er nicht mehr bereit, die Miete erst nach Beendigung des Töpfer & Künstlermarktes zu erhalten, vielmehr wolle er diese im Voraus haben. Blank habe indes von ihm verlangt, auch weiterhin die Miete für das Schlossareal erst nach Abschluss des Marktes und nach Einnahme der Eintrittsgelder zu bezahlen.

In diesem Zusammenhang sagte er, dass auch die Aussteller des Töpfer & Künstlermarktes klamm seien und Miete bezahlen würden, abhängig davon, was sie während des Marktes verkaufen würden. Als unwahre Angaben von Blank und Maier bezeichnete er auch deren Ausführungen zum genannten Vlies. Dass er es als Eigentümer übernehmen wollte, sei falsch. Vielmehr habe er darum gebeten, das Vlies selbst nutzen zu dürfen.

Als befremdlich bezeichnete er das Verhalten der beiden Veranstalter, dass diese sich gemeinsam gegen ihn verschworen hätten. Weiter führte er aus, dass er mit der SüMa GmbH prozessiere und in der kommenden Woche ein Termin beim Landgericht in Freiburg angesetzt sei. Dabei gehe es um eine hohe Summe, die er von Maier für Folgeschäden auf dem Schlossareal bei der letzten DIGA im vergangenen Jahr verlange. Abschließend bekundete Schwabe, dass es schließlich nur um Geld und um eine Schlammschlacht gehe.