Ein 63-Jähriger ist beim Überqueren der Gleise von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Foto: Helga Michel

Tödlich verletzt wurde am Donnerstag bei Freudenstadt ein 63-jähriger Mann beim Überqueren eines unbeschrankten Fußgängerübergangs über die Gleise.

Ein schwerer Unfall, bei dem ein Mann tödlich verletzt wurde, hat sich am Donnerstag auf der Bahnstrecke beim Industriegebiet Wittlensweiler ereignet. Wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, handelt es sich bei dem Unfallopfer um einen 63-Jährigen.

 

Mit der Einsatzinformation „Person unter Zug“ war die Feuerwehr um 16 Uhr zu dem unbeschrankten Fußgängerüberweg über die Gleise zwischen Wittlensweiler Straße und Industriegebiet Wittlensweiler alarmiert worden. Dem Mann habe man jedoch nicht mehr helfen können, so Stadtbrandmeister Florian Möhrle, Einsatzleiter der Feuerwehr, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gutachter zur Klärung eingeschaltet

Der Mann, der ein Fahrrad dabeihatte, wollte laut Polizei vermutlich den Bahnübergang queren und wurde von einem Zug erfasst. Er übersah dabei einen herannahenden Regionalzug, der in Richtung Dornstetten/Schopfloch fuhr. Zur genaueren Klärung des Unfallhergangs sei ein Gutachter eingeschaltet worden, so eine Sprecherin. Auch ob der Mann sein Pedelec schob oder damit fuhr, ist derzeit noch unklar.

Der Triebwagenfahrer erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Der entstandene Sachschaden wird auf knapp 12.000 Euro geschätzt. 

Im Einsatz waren die Feuerwehr mit 15 Mann und fünf Fahrzeugen, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und Notarzt, die Landespolizei und die für den Bahnverkehr zuständige Bundespolizei.

Notfallseelsorger betreuen Fahrgäste

Wie Möhrle weiter berichtet, sei außerdem der Notfallmanager der Bahn eingeschaltet worden. Er sei dafür zuständig zu koordinieren, wie der Zug und die Fahrgäste nach dem Unfall weiterkommen. Auch ein Notfallseelsorger war vor Ort, um die Passagiere zu betreuen. Die Feuerwehr versorgte die Fahrgäste mit Getränken.

Für die sechs Passagiere des Zugs, denen die Feuerwehr mit Leitern beim Aussteigen aus der Bahn half, sei ein Linienbus angefordert worden. Noch gegen 19 Uhr waren ein Teil der Feuerwehrleute, Gutachter, Notfallmanager und Kräfte der Polizei im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Freudenstadt und Schopfloch war laut Polizei bis etwa 20.00 Uhr gesperrt.

Bereits in der Vergangenheit war es in Freudenstadt immer wieder zu Bahnunfällen mit Fußgängern gekommen. 2021 war eine Frau an der Haltestelle beim Berufsschulzentrum von einer S-Bahn erfasst worden. Sie erlag ihren schweren Verletzungen.

2019 war ein 16 Jähriger am Stadtbahnhof von einer S-Bahn erfasst worden. Er überlebte schwer verletzt.