Ein 42-Jähriger soll im Dornstetter Teilort Aach am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags einen 44-Jährigen mit einem Messer getötet haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft gegen den Mann Anklage erhoben und auf Anfrage unserer Redaktion weitere Details zum Fall bekanntgegeben.
Ausgerechnet an Weihnachten wurde der Dornstetter Teilort Aach im vergangenen Jahr zum Schauplatz eines schrecklichen Gewaltverbrechens. Am Morgen des 25. Dezember gegen 5 Uhr waren laut Angaben der Polizei zwei Männer in einem Wohnhaus in Streit geraten – der eine 42 Jahre alt, der andere zwei Jahre älter.
Schließlich eskalierte die Auseinandersetzung. Laut den Ermittlern stach der 42-Jährige auf den 44-Jährigen ein, welcher noch am Tatort an seinen Verletzungen starb. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und befindet sich seitdem in Haft.
Rund drei Monate nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion am Dienstag mitteilt. Demnach wird der Mann wegen Totschlags angeklagt. Der Fall liegt nun beim Landgericht Rottweil. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.
Gemeinsam Weihnachten gefeiert
Mittlerweile gibt es auch neue Erkenntnisse zu dem Fall. So bestätigt die Staatsanwaltschaft nun, dass das Opfer und der mutmaßliche Täter in dem Haus in Aach gemeinsam Weihnachten gefeiert haben. Bisher war das nur vermutet worden. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang nicht.
Allerdings hatte die Polizei schon nach der Tat bekanntgegeben, dass sich beide Männer schon länger kannten. Auch hierzu gibt es nun neue Details. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft hat das Opfer mit einer Frau in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft in dem Haus zusammen gewohnt. Der mutmaßliche Täter ist demnach ein Bekannter aus einer früheren Ehe der Frau. Der mutmaßliche Täter sei „ein Bekannter des früheren Ehemanns“, so der Sprecher.
Kurz nach der Tat hatte die Polizei ein Küchenmesser sichergestellt, von dem die Polizei vermutete, dass es sich um die Tatwaffe handelt. Offenbar hat sich das bisher auch bestätigt. „Wir gehen weiter davon aus“, erklärt der Sprecher.
Worum es in dem Streit ging, der schließlich tödlich endete, ist weiterhin unklar. „Das wissen wir nicht genau“, sagt der Sprecher. Das hängt offenbar auch damit zusammen, dass sich der 42-Jährige bisher weigert, mit den Ermittlern über den Vorfall zu sprechen. „Der Angeklagte macht bisher keine Angaben zur Sache“, berichtet die Staatsanwaltschaft.