Ein Kreuz mit der Aufschrift "Wir werden dich vermissen", Kerzen, eine Katzenfigur und mehrere Steine erinnern an der Unfallstelle an den tödlichen Fahrradunfall. Foto: Reutter

Ein weißes Kreuz mit der Aufschrift "Wir werden dich vermissen" erinnert an den tödlichen Fahrradunfall, der sich vergangene Woche in der Vordertalstraße bei Nußbach ereignete. Mit Filzstift haben einige Angehörige und Freunde ihre Namen auf das Kreuz geschrieben.

Triberg-Nußbach - Die Leiche des 27-jährigen Mannes wurde Dienstagfrüh von Bekannten gefunden, die daraufhin die Rettungskräfte verständigten. Vermisst wurde der Mann aus Schonach bereits seit 15. Juni, also seit knapp einer Woche. Bekannte hatten sich auf die Suche nach dem Verunglückten gemacht, nachdem er sich bereits seit mehreren Tagen nicht mehr bei ihnen gemeldet hatte. Bei der Absuche einer von ihm benutzten Fahrstrecke, eben der Vordertalstraße, fanden sie den jungen Mann, für den aber jede Hilfe zu spät kam.

"Schwerste Kopfverletzungen" zugezogen

Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Fahrer mit seinem Pedelec in einer Linkskurve nach rechts von der Straße abgekommen und eine etwa zwei Meter tiefe Böschung in das Bachbett des Vordertalbachs gestürzt. Dabei habe er sich "schwerste Kopfverletzungen" zugezogen. Einen Helm habe er nicht getragen.

Ob er den Sturz mit Fahrradhelm überlebt hätte, vermag Polizeipressesprecher Jörg-Dieter Kluge nicht zu sagen. "Ein Helm ist keine Allzweckwaffe gegen sämtliche Gefahren beim Radfahren. Aber er hat eine sehr gute Schutzfunktion", so Kluge. Er fahre selbst gerne Rad und ziehe den Helm regelmäßig auf, auch bei kurzen Fahrten zum Brötchenholen. Generell lasse sich sagen, dass ein Helm vor Kopfverletzungen schützen könne.

Vordertalstraße kein Unfallschwerpunkt

Die Vordertalstraße selbst sei kein Unfallschwerpunkt, so Kluge. Es handelt sich um eine schmale Straße, malerisch gelegen entlang des Vordertalbachs unweit der B 33. Die Vordertalstraße verbindet vor allem die Höfe in diesem Bereich und wird laut Polizei nur schwach befahren. Für Radfahrer und Wanderer hingegen bietet sie eine willkommene Gelegenheit, den Schwarzwald in diesem Bereich zu erkunden.