Serie: Musik aus dem Wiesental.
Die neue Formation „Blächforest“ bietet erfrischende Auftritte mit einem Repertoire von Polkas bis hin zu fetziger Partymusik.
Vier Tanennbäume sitzen auf den Notenlinien – das Logo passt zu Blächforest, der jungen und neuen Blasmusikformation mit sieben Musikern aus Todtnau und den Ortsteilen. Denn es knüpft eine Verbindung zu allem, was die Gruppe ausmacht: ihre Leidenschaft zur Blasmusik sowie ihre Heimatverbundenheit zum Schwarzwald.
2019 gründete sich die junge Truppe. Es folgt ein interner Auftritt auf einem Geburtstag. Und dann? Dann kam Corona und damit schon gleich eine unerwartete Zeit für das junge Team. „Wir waren aber sehr bemüht, dass wir proben können und haben die Zeit genutzt, um uns auf das vorzubereiten, was dann kommen mag“, sagt Marius Wagner, Musiker bei Blächforest.
Nach der Pandemie folgte der erste Auftritt auf dem Sackmesserfest der Trachtenkapelle Brandenberg. Ein Jahr später „ging’s dann richtig durch die Decke“, wie Marius Wagner und Schlagzeuger Leon Herrmann erzählen. Dass es Blächforest gibt, habe sich schnell herumgesprochen und die Formationen im Wiesental hätten gegenseitig aufeinander verwiesen. Dadurch folgten immer mehr Auftritte.
Ein Rundumprogramm
Doch was spielen die Jungs von Blächforest eigentlich? „Wir spielen von Polka über Marsch bis hin zu modernen Arrangements mit solistischen Einlagen alles, es ist ein Rundumprogramm von gemütlicher Blasmusik bis hin zu fetziger Partymusik“, umschreibt es Wagner: „Die Zuhörer können sich auf erfrischende Auftritte freuen.“
Und die Zahl Sieben spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle, wie er deutlich macht. Denn: „Wir sind sieben Musiker und das ist und bleibt auch so.“ Denn dass es somit jede Stimme nur einmal gibt, mache für jeden Musiker den besonderen Reiz und auch die Herausforderung aus. Jeder muss dadurch immer präsent sein. „Dadurch ist die Bereitschaft zum Üben noch höher, weil einfach jeder abliefern muss“, erklärt Wagner. Das Programm ist einfach viel individueller gestaltet, fügt er hinzu. Die Jungs präsentieren vor allem auch neue Arrangements, die sie selbst komponieren.
„Hobby mit Leidenschaft“
Zu Blächforest gehören Max Burgath am Bariton, Nico Asal am Flügelhorn, Leon Herrmann am Schlagzeug, Jonas Maier am Bass, Josua Brender an der Trompete, Nick Lorenz am Flügelhorn sowie Marius Wagner an Posaune und Tenorhorn.
Alle sieben sind in Musikvereinen in Todtnau und den Ortsteilen, Leon Herrmann und Marius Wagner etwa spielen in der Trachtenkapelle Brandenberg. Und manche von ihnen spielen noch in anderen Formationen. „Bei der Gründung waren wir alle jung und motiviert und hatten alle Lust, uns musikalisch noch mehr zu verbessern“, erzählt Leon Herrmann. „Alle hatten einfach Lust noch mehr Musik zu machen.“
Das Niveau der Blächforest-Musiker ist durchaus schon auf einem hohen Level. Wer die Truppe – und vor allem die Solo-Einlagen – schon gehört hat, weiß das. „Profis“ will Wagner die Gruppe aber nicht nennen, immerhin macht sie mit ihren Engagements auch (noch) keine großen Gewinne. Er umschreibt es lieber als „Hobby mit Leidenschaft“.
Vereinsgründung geplant
Blächforest wird bald einen eingetragenen Verein gründen, wie die beiden jungen Musiker ankündigen. Dies habe zum einen rechtliche und organisatorische Vorteile und zudem komme man dadurch auch einfacher an größere Auftritte.
Gespielt haben die sieben Musiker in diesem Jahr bereits an einigen kleineren und größeren Veranstaltungen, etwa an den Maihocks der Los Crachos, am Hinterhager Grümpelturnier, am Mollenbachfest und an mehreren Hocks und Festen in den Todtnauer Ortsteilen.
Weitere Auftritte von Blächforest sind am 3. September auf dem Waldfest in Todtnauberg, am 9. September beim Almfest auf dem Gisiboden und am 8. Oktober auf dem Zwiebelkuchenfest in Oberried geplant.