Das Strafmaß und das Motiv bleiben weiterhin unklar.
Ein 48-Jähriger ist wegen Totschlag angeklagt: Er soll am Montag, 23. September 2024, auf seine 58-jährige Partnerin in ihrer Wohnung in Todtnau mit einer zerbrochenen Likörflasche und einem Messer eingestochen haben – insgesamt 25 Mal (wir berichteten). Zuvor soll es zwischen dem Angeklagten und dem Opfer zu einem Streit gekommen sein, der eskaliert ist. Die Anklage lautet auf Totschlag. Beim Prozessauftakt im Landgericht Waldshut-Tiengen am Mittwoch unter Leitung von Richter Martin Hauser ging es darum, wie es zur Tat kommen konnte. Am zweiten Verhandlungstag, am Donnerstag, ging es vor allem um das Ermittlungsverfahren und um die Festnahme des Angeklagten: Dieser war am Tag nach der Tat nach einer groß angelegten Suchaktion in Schopfheim festgenommen worde. Der Angeklagte hat die Tat gestanden. Unklar bleibt jedoch, wie sie zu bestrafen ist: Die Staatsanwaltschaft geht von einer paranoiden Schizophrenie des Angeklagten aus und von einer eingeschränkten Fähigkeit, das Unrecht einzusehen; eine komplette Schuldunfähigkeit sieht sie jedoch nicht. Die Verhandlung wird am kommenden Montag weitergeführt. Wir berichten noch ausführlich.