Die Trachtenkapelle Todtnauberg hat ihr Publikum im Kurhaus mit traditionellen und modernen Stücken begeistert.
Zum Auftakt der Festwoche „1000 Jahre Todtnau“ hat die Trachtenkapelle Todtnauberg am Sonntag im Kurhaus ein Konzert gespielt. Es war das erste Pfingstkonzert unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Matteo Abbate.
Zum Auftakt spielte die Kapelle das feierliche Eröffnungswerk „A Festive Opening“, das mit Fanfarenklang beginnt und endet sowie ruhige Passagen ebenso enthält wie choralartige Zwischenteile. Es folgte die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppè. Das Stück aus der gleichnamigen Operette ist bekannt für seinen Galoppmarsch. Ann-Kathrin-Schneider (Flöte), die mit Natalie Thoma (Klarinette) das Konzert moderierte, erzählte, wie schwierig es für die Kapelle war, die „Leichte Kavallerie“ zu spielen.
E-Piano selten im Einsatz
Das Stück „Gentle Rain“ durfte Leo Schelb am E-Piano einleiten. Die Musiker simulierten mit Fingerschnippen leichten Regenfall und verschiedene Soloinstrumente trugen gefühlvolle Melodien vor.
Kurz vor der Pause erklang dann mit „Schmelzende Riesen“ das Lieblingsstück vieler Musiker. Ann-Kathrin Schneider sagte, das Werk beginnt mit einem ruhigen, majestätischen Teil, der die Schönheit und den Stolz der Gletscher zum Ausdruck bringe. „Noch eme schnellere Mittelteil“, so Schneider weiter, „erfolgt de Übergang in d letzte Teil ziemlich abrupt – des Usmaß vo de Klimaerwärmung wird jetzt so richtig erkennbar.“
Der zweite Teil des Konzerts begann mit „So schön ist Blasmusik“ von Erich Brecht im Arrangement von Martin Scharnagel. Es war die Erkennungsmelodie des „Grand Prix der Volksmusik“.
Italo Pop Classics
Populäre Stücke bestimmten diesen zweiten Teil: „Sir Duke“ von Stevie Wonder, eine Hommage an Duke Ellington etwa, oder das Medley mit Klassikern der italienischen Popmusik von „Sara perche ti amo“ bis zu „Gloria“. Höhepunkt bei „Sir Duke“ war der Soloteil im Dixie-Stil, den Michael Keller (Posaune), Kim Keller, Kathrin Thoma (beide Trompete) und Nathalie Thoma (Klarinette) musikalisch gestalteten.
Mit dem „Luftballon-Polka“ hatte die Trachtenkapelle auch ein humoristisches Stück in ihr Programm aufgenommen. Georg Mühl verließ seinen Platz am Schlagwerk, um mit Kopfhörern ausgestattet in die erste Reihe zu rücken, um seine Rolle als Knallcharge zu spielen. An einigen Stellen der Polka berührte er mit einem spitzen Gegenstand einen Luftballon, dessen Knall Bestandteil des Stückes wurde. Zum Abschluss seines vergnüglichen Auftritts wurde ihm ein großer Luftballon gereicht.
Das Konzert endete mit einem Marsch von Karol Pádivý – „Textilaku“, der den Fleiß, den Zusammenhalt und die Präzision der Fabrikarbeiter einfängt. Das Ensemble spielte die „Paula Polka“ von Lukas Bruckmeyer als Zugabe, der mit seiner Komposition eine Liebeserklärung an sein Lieblingsgetränk, die Paulaner „Spezi“, geschaffen hat. Die Flötistin Saskia Rees sang – vom Berger Klangkörper musikalisch begleitet – „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein.