32 Landwirte fuhren am Samstag durch Todtnau, um gegen Flächenverbrauch und das Hotelprojekt in Todtnauberg zu demonstrieren. Foto: Ulrike Jäger

Hotelprojekt Todtnauberg: Traktorkorso durch Todtnau: 32 Landwirte waren mit dabei.

Todtnau - Für den Naturschutz und den Erhalt von Schutzgebieten demonstrierten am Samstagvormittag 32 Landwirte mit ihren Traktoren. Mit einem Korso durch die Todtnauer Innenstadt zeigten sie Flagge gegen Flächenverbrauch und wendeten sich gegen das Hotelprojekt am Radschert in Todtnauberg.

 

Viele der Bauern kamen aus Todtnauberg, aber auch Landwirte aus Präg, Muggenbrunn, Utzenfeld oder Wieden schlossen sich dem Korso an, der am Todtnauer Stadtgarten startete. Eine Polizeistreife fuhr vorneweg und sorgte somit für eine freie Fahrt durch die Feldberg- und Meinrad-Thoma-Straße.

Den Teilnehmern ging es um das Thema Naturerhalt und Schutzgebiete. Ohne Lärm und ganz gemächlich tuckerten die Trecker, zum Teil mit Anhängern, durch die Meinrad-Thoma-Straße am Marktplatz und am Rathaus vorbei und taten dabei auf großflächigen Plakaten ihre Meinung kund. „Wir müssen sorgsam mit unserer Natur, unseren Böden und dem Wasser umgehen“, stand beispielsweise auf einer Tafel geschrieben, „Bauern brauchen Zukunft – Zukunft braucht Bauern“ auf einer anderen.

Das Thema Natur überwog auf den Plakaten, Flächenverbrauch in Schutzgebieten solle gestoppt werden, doch auch gegen das Hotelprojekt erhoben sich die Stimmen: „Landwirtschaft erhält Schutzgebiete – Investor versiegelt diese mit Beton“, „Wir sind gegen einen Ferienpark am Radschert“ oder auch „Strenge Auflagen für Landwirte im FFH – gilt das auch für euch?“.

Mit gelben Luftballons grüßten die am Rand der Strecke stehenden Hotelprojektgegner die vorbeiziehenden Landwirte, an deren Spitze zunächst eine Fußgruppe mit der Todtnauberger Flagge marschierte. „Die Landwirte sind auf uns zugekommen“, informierte Bernhard Gnädinger von der Bürgerinitiative, „sie sind verantwortlich für die Organisation und den reibungslosen Ablauf, wir unterstützen die Aktion und haben sie als Veranstalter angemeldet.“

An verschiedenen Informationsständen auf dem Marktplatz konnten sich die Bürger, aber auch einige Touristen, über das Für und Wider des geplanten Hotelprojekts informieren. Die Bürgerinitiative gegen das Hotelprojekt hatte ebenso einen Informationsstand aufgebaut wie die Pro-Naturresort-Initiative. Auch die CDU machte an einem Stand auf dem Marktplatz Wahlkampf, die SPD hatte einen Infostand beim Edeka-Markt.