Die Feuerwehren treten beim TK Elevator Towerrun in Rottweil wieder unter Atemschutz an – mit dabei sind auch mehrere Teams aus Balingen.(Archivbild) Foto: Ralf Graner

Auf die Plätze, fertig, los: Mit gleich mehreren Teams starten die Abteilungen Balingen, Ostdorf, Engstlatt und Frommern beim diesjährigen TK Elevator Towerrun in Rottweil am Sonntag.

Bereits zum vierten Mal stellen die Kameraden der Feuerwehr Balingen ihre Ausdauer und Einsatzbereitschaft unter den extremen Bedingungen des TK Elevator Towerruns in Rottweil unter Beweis.

 

Die Abteilung Balingen ist mit gleich fünf Teams am Start, zudem werden sowohl von der Abteilung Ostdorf, Engstlatt und Frommern jeweils ein Team bei der Großveranstaltung antreten.

Es sind 1390 Stufen hinauf in 232 Metern Höhe, die es zu bezwingen gilt – und das so schnell wie möglich. Denn die Zeit ist knapp. Die Läufer der Feuerwehr tragen ihre gesamte Feuerschutzkleidung inklusive Stiefel, Handschuhe und Helm. plus das Atemschutzgerät samt Maske.

„Unter normalen Bedingungen hält der Sauerstoff etwa 25 bis 30 Minuten“, sagt Oberbrandmeister Steffen Gühring. Auch er wird am Sonntag für die Balinger Feuerwehr ins Rennen gehen und freut sich bereits auf den Härtetest. „Unter diesen erschwerten Bedingungen reicht der Sauerstoff nur etwa 20 Minuten.“

Nur wenig Zeit

Denn nicht nur der Zeitdruck macht den Einsatzkräften zu schaffen. Auch das Gewicht der Sauerstoffflasche und der Einsatzkleidung sowie die Hitze, die sich bei derartigen Anstrengungen anstaut, setzen den Läufern zu.

Zusätzliches Gewicht

„Komplett ausgerüstet trägt der Atemschutzträger zwischen 25 und 30 Kilogramm am Körper“, so Gühring. Auch die Sicht ist wegen der Maske zusätzlich eingeschränkt. „Das macht die Sache natürlich noch mal schwieriger. Da kommt einiges zusammen.“

Ein weiterer Faktor: Der Turm wird in Zweiergruppen erklommen. „Da ist Koordination, Kommunikation und Teamwork gefragt“, weiß der Feuerwehrmann. „Man muss darauf achten, dass man das eigene Tempo an das des Partners so anpasst, dass beide es bis oben schaffen.“ Die Teams üben daher so oft es geht zusammen.

Regelmäßiges Training

Wie so ein Training aussieht? „Grundsätzlich hilft da nur regelmäßiges Treppensteigen Ausdauertraining. Wir haben so oft wie möglich in voller Ausrüstung trainiert, um uns an das zusätzliche Gewicht und die Belastung zu gewöhnen“, erzählt Gühring. Und das praktisch seit dem Ende des letzten Tower Runs – nach dem Tower Run ist vor dem Tower Run, sozusagen.

Zehn Stockwerke hoch und runter

Einmal pro Woche treffen sich die Kollegen, um sich gemeinsam unter Realbedingungen auf den Lauf vorzubereiten. Zu diesem Zweck dürfen die Einsatzkräfte das Treppenhaus eines zehnstöckigen Gebäudes nutzen.

Gut für den Zusammenhalt

„Das ist nicht nur eine gute Gelegenheit die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern fördert außerdem die Kameradschaft und den Zusammenhalt“, so Gühring. „Und es kommt natürlich auch dem Einsatzdienst zu Gute.“ Denn die Teilnehmer im Alter von 18 bis 55 halten sich dadurch das ganze Jahr über fit.

„Außerdem macht es auch einfach Spaß“, meint der Oberbrandmeister. „Insgesamt ist es eine tolle Sache.“