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Tischtennis Vater-Sohn-Doppel kämpft um den Klassenerhalt

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Schwer zu schlagen: Vater Michael (links) und Sohn Sebastian Krumtünger gemeinsam im Doppel. Foto: Fritsch/Montage: von Gottschalck

Der TTC Ottenbronn kämpft in der Tischtennis-Verbandsliga um den Klassenerhalt. In der Rückrunde wollen die Aufsteiger wieder öfter auf eine ihrer Geheimwaffen zurückgreifen: Das Vater-Sohn-Doppel von Michael und Sebastian Krumtünger.

"Eigentlich heißt es ja: Vater-Sohn-Kombinationen passen im Doppel nicht zusammen. Aber bei uns geht’s gut", sagt Vater Michael Krumtünger. "Einmal im Jahr zoffen wir uns, sonst klappt’s", meint er lachend.

In der vergangenen Meisterschaftssaison in der Verbandsklasse Süd war das Vater-Sohn-Gespann ein sicherer Punktelieferant. Die beiden mussten zusammen nur zwei Niederlagen bei 14 Siegen hinnehmen und waren eines der erfolgreichsten Doppel der ganzen Liga.

In dieser Saison in der Verbandsliga, der höchsten Spielklasse des Verbands, kam das gut eingespielte Duo jedoch kaum noch gemeinsam zum Einsatz. "Wir haben aus taktischen Gründen verschiedene Konstellationen ausprobiert", meint der 63-jährige Michael Krumtünger. Nur einmal spielten sie zusammen und waren gegen den TTC Tuttlingen gleich problemlos mit 3:0 erfolgreich. Daran wollen sie nun wieder anknüpfen und ihrem TTC Ottenbronn zum Klassenerhalt verhelfen.

Ihr großer Vorteil: Michael als Linkshänder und Sebastian als Rechtshänder ergänzen sich am Tisch perfekt. "Während ich eher in der Halbdistanz spiele, steht mein Vater näher am Tisch", erklärt der 34-jährige Sebastian Krumtünger. Und auch sonst unterscheiden sich die Spielweisen der beiden. "Sebastian hat eine unglaublich gute Antizipation und agiert mit viel Schnitt", sagt Michael Krumtünger. "Zudem ist er auf der Vor- und Rückhand fast gleich stark".

Sebastian Krumtünger schätzt dagegen die langjährige Erfahrung, die sein Vater mitbringt. "Er strahlt sehr viel Ruhe aus und wenn er mal einen Schritt läuft, ist er ein sehr guter Spieler", meint er lachend, fährt aber gleich ernsthaft fort: "Sobald er mal im Tunnel ist, ist es wirklich beachtlich, welche Leistungen er noch abrufen kann." Sebastian spielt damit auf die vielen Jahre an, in denen sein Vater in den höchsten deutschen Spielklassen aktiv war.

"Ende der 1970er-Jahre kam ich hier in die Gegend und bin zum TTC Jägermeister Calw gewechselt", erzählt Michael Krumtünger. Vier Jahre lang spielte er in der Bundesligamannschaft in der Hessestadt. "Das war eine Wahnsinnszeit", meint er. In der Halle in Stammheim fanden sich zu den Heimspielen in Spitzenzeiten bis zu 2000 Zuschauern ein. Auch zu den Auswärtsspielen wurde die Mannschaft immer von einem Bus voller Fans begleitet. "Das war schon immer eine tolle Stimmung", meint Michael Krumtünger.

Positionswechsel innerhalb der Familie

In diese Zeit fällt auch sein größter persönlicher Erfolg. 1983 wurde er deutscher Meister im Doppel an der Seite von Reinhard Sefried. Nach seinen Jahren in Calw war er in bei weiteren Vereinen im ganzen Bundesgebiet aktiv.

Vor sechs Jahren, zur Saison 2014/2015, wechselte er dann nach Ottenbronn und spielt seither mit seinem Sohn in einer Mannschaft, der beim TTC groß wurde und bisher fast seine ganze Karriere dort verbrachte.

Immer ganz reibungslos läuft das Zusammenspiel freilich nicht. "Man ist schon viel kritischer mit dem eigenen Sohn", meint Michael Krumtünger. "Auf der emotionalen Ebene ist das manchmal einfach schwierig." In den Einzelpartien übernehmen deshalb meist die anderen Mannschaftskameraden die Betreuung und geben taktische Tipps. Bei sechs Spielern pro Mannschaft sei das aber kein Problem. Da habe jeder seinen Ansprechpartner, mit dem man auf einer Wellenlänge sei.

Zum ersten Mal wird es in der kommenden Rückrunde so sein, dass Sohn Sebastian Krumtünger vor seinem Vater in der Aufstellung stehen wird, dank seiner starken Bilanz von elf Siegen zu sieben Niederlagen. Den Sprung ins vordere Paarkreuz und die kommenden Partien gegen die besten Spieler der Liga, nimmt der 34-Jährige aber gelassen. "In der Vorrunde habe ich auch schon mal vorne ausgeholfen und direkt beide Spiele gewonnen", sagt er selbstbewusst. "Ich habe nichts zu verlieren und verspüre keinen Druck." Aber natürlich wolle er so gut spielen wie möglich.

Sein Vater traut ihm den Sprung auch zu. "Irgendwann musste der Schritt auch kommen, und die wenigen Siege, die ich vorne eingefahren habe, schafft Sebastian auch." Sein Sohn solle so noch mal einen Entwicklungsschritt machen.

Noch nicht reif genug

Er selbst wolle in der Mitte mit seiner Erfahrung möglichst viele Punkte holen. "Als Mannschaft hoffen wir, dass wir uns so noch mehr festigen", sagt Michael Krumtünger. Denn eigentlich hätten sie alle zusammen als Aufsteiger eine ordentliche Vorrunde gespielt – und trotzdem stehen sie mit sechs Punkten nur auf Tabellenplatz neun, einem Abstiegsrang. Nur der TTC Mühringen hat noch weniger Punkte.

"Wir waren in einigen Situationen einfach noch nicht reif genug", stellt Routinier Michael Krumtünger fest. Viele Führungen hätten sie verspielt. Beispielsweise am letzen Spieltag vor der Winterpause gegen den VfL Sindelfingen. Mit 6:4 führten die Ottenbronner und hatten scheinbar alles im Griff. Plötzlich wollte aber nichts mehr gelingen. Mit 7:9 ging das Spiel gegen die favorisierten Gäste noch verloren. "Das ist uns immer wieder passiert", ärgert sich Sebastian Krumtünger. "Hätten wir alle unsere Chancen genutzt, hätten wir doppelt so viele Punkte und stünden im vorderen Mittelfeld der Liga."

Michael Krumtünger glaubt dennoch fest an den Klassenerhalt. "Eigentlich haben wir es uns sogar schwerer vorgestellt", meint er. Die Liga sei sehr ausgeglichen und die Nichtabstiegsplätze gerade einmal einen Punkt entfernt.

Eine weitere Änderung in der Aufstellung soll deswegen für Punkte sorgen. Tim Holzapfel, vor der Saison vom TTV Gärtringen gekommen, rückt ins mittlere Paarkreuz. "Er hat viel Potenzial und kann sich auch noch weiterentwickeln", sagt Michael Krumtünger. Für ihn macht Ramon Huber Platz und bildet mit Mannschaftsführer Michael Holzhausen nun das hintere Paarkreuz. Auf Position eins spielt weiterhin der ehemalige Jugendeuropameister und Punktegarant Christoph Schmidl. Als Ersatzmann steht zudem Georgios Makris aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung, der bei seinen Einsätzen in der Ersten immer einen guten Eindruck hinterlassen habe. "Und im absoluten Notfall haben wir auch noch Dirk Hammann in der Hinterhand", sagt Michael Krumtünger. Dieser pausiere zwar gerade, wenn aber Not am Mann sei, könne er dieser auch noch eingreifen.

"Sofern uns keine Verletzungen einen Strich durch die Rechnung machen, sollten wir mit dieser Aufstellung eigentlich den Klassenverbleib schaffen", meint Sebastian Krumtünger. Vor allem wenn Vater und Sohn im Doppel wieder zu Höchstform auflaufen.

Samstag, 1. Februar, 18.30 Uhr

Tuttlingen – TTC Ottenbronn

Sonntag, 9. Februar, 14 Uhr

TTC Hegnach – TTC Ottenbronn

Sonntag, 23. Februar, 13 Uhr

TTC Ottenbronn – Neckarsulm II

Samstag, 29. Februar, 17 Uhr

TSG Heilbronn – TTC Ottenbronn

Samstag, 7. März, 18 Uhr

VfL Sindelf. – TTC Ottenbronn

Samstag, 14. März, 19.30 Uhr

Mühringen – TTC Ottenbronn

Sonntag, 22. März, 13 Uhr

TTC Ottenbronn – TG Donzdorf

Sonntag, 29. März, 13 Uhr

TTC Ottenbronn – Bietigheim II

Sonntag, 19. April, 13 Uhr

TTC Ottenbronn – Gröningen/S.

Verbandsliga Herren

1. TSG Heilbronn 9 68:52 13:5 2. Sindelfingen 9 76:60 13:5 3. TTC Tuttlingen 9 72:50 12:6 4. TG Donzdorf 9 67:55 11:7 5. TTC Hegnach 9 63:63 10:8 6. Bietigheim-Biss. II 9 66:54 9:9 7. Neckarsulm II 9 53:69 7:11 8. Grön.-Satteldorf 9 50:70 7:11 9. TTC Ottenbronn 9 61:72 6:12 10. TTC Mühringen 9 45:76 2:16

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