Andrew Schönhaar und der TTC Mühringen unterlagen. Foto: Holzapfel

Passend zum Faschingswochenende kann auch der Oberliga-Auftritt des TTC Lützenhardt beim Spitzenreiter in Frickenhausen in die Kategorie „närrisch“ eingeordnet werden.

Oberliga Frauen: Lediglich mit drei Spielerinnen trat Abstiegskandidat Lützenhardt an, von denen dann auch noch Jessica Stickel-Graf ihre Einzel kampflos abgeben musste. Am Ende setzte es nach gerade mal einer Stunde Spielzeit eine 0:10-Niederlage, der einzige Satzgewinn gelang dem Doppel Nejla Yaman/Julia Neff.

 

Landesliga Frauen: TTC Lützenhardt II

Besser machte es die Lützenhardter Zweite, die – ebenfalls in Abstiegsnöten – einen wichtigen Zähler beim Landesliga-Zweiten CVJM Grüntal entführte. Im Lauf des Schwarzwald-Duells gelang es keinem der Teams, sich in irgendeiner Form abzusetzen, sowohl in den Doppeln als auch an den jeweiligen Paarkreuzen wurden stets die Punkte geteilt.

Auf Gründtaler Seite überragte die 17-jährige Sina Decker, die am Maximum von vier Spielgewinnen beteiligt war, bei den Lützenhardter Frauen punkteten Franziska Schmid, Carina Steeb und Sabien Reinhardt je zweimal.

Oberliga Männer: TTC Ottenbronn

Das 2:8 der Ottenbronner Oberligaspieler bei Tabellenführer SV Plüderhausen gehört zu dieser Sorte Spiele, die man als „Underdog“ im baden-württembergischen Oberhaus gerne mitnimmt, auch wenn die sportlichen Aussichten in Richtung null tendieren. Die Anwesenheit von Aleksandar Karakasevic, dreimaliger Olympiateilnehmer und mehrfacher Mixed-Europameister, trägt dazu genauso bei wie ein angenehmes Ambiente.

Faires Publikum in Plüderhausen

„Ich habe selten solch ein faires Publikum erlebt“, sagte die Nummer 3 des TTC, Kristian Tomsic, „egal, wer am Ende die Punkte machte, bei sehenswerten Ballwechseln wurde grundsätzlich geklatscht. Das kennt man von manch anderem Gegner nicht.“

King Karakasevic nicht zu knacken

Im Doppel waren Christoph Schmidl und Kristian Tomic gegen Aleksandar Karakasevic/Laszlo Magyar auf Wiedergutmachung aus, nachdem sie in der Vorrunde knapp unterlegen waren. „Die Revanche glückte uns leider nicht“, so Tomsic. In den Einzeln setzte sich die Misere fort, wobei beim Blick auf das Spielprotokoll vor allem das deutliche 0:3 von Christoph Schmidl gegen Laszlo Magyar überraschte.

„In der heimischen Halle fühle ich mich pudelwohl, da verliere ich so gut wie kein Spiel“, sagte der Ungar nach dem aus seiner Sicht überragenden 11:7, 11:5 und 11:4. Ohne viel Aufwand gewann „King Kara“ dann gegen Alexander Sverdlik, auch am hinteren Paarkreuz blieben die TTC-Punktgewinne aus.

Frustlöser für Kristian Tomsic

Zum Topeinzel trat der serbische Ausnahmespieler Karakasevic gegen Christoph Schmidl nicht an. „Man sah ihm an, dass es ihm nicht gut ging“, sagte Kristian Tomsic, der sich im Anschluss noch über seinen ersten Einzelsieg in der Oberliga freuen durfte. Und dies ausgerechnet gegen Jozsef Barayni, einen der besten Spieler der Liga am hinteren Paarkreuz. „Dieser Sieg war sehr wichtig für mich“, sagte Tomsic nach dem „Frustlöser“. Trotz des deutlichen 2:8 geht der TTC am kommenden Sonntag mit einer positiven Grundeinstellung in das Heimspiel gegen die SpVgg Gröningen-Satteldorf.

Verbandsliga Männer: TTC Mühringen

In der Verbandsliga hat der TTC Mühringen seine hervorragende Ausgangsposition im Titelrennen verspielt. Bei den TTF Altshausen setzte es mit 6:9 die erste Saisonniederlage. „Der Altshausener Sieg geht in Ordnung, unser Gegner war einfach mehr da als wir“, brachte es Frank Bolanz auf den Punkt. Erstmals musste das starke vordere Paarkreuz der Mühringer gleich in zwei Fällen den Gegnern gratulieren. Andrew Schönhaar unterlag Petr Ocko, Attila Namesztovszki verlor in vier Sätzen gegen Norbert Wojtyla – und dies zu einem Zeitpunkt, als der TTC beim Stand von 4:5 das Ruder noch herumreißen wollte.

Packendes Fernduell mit Böblingen

Im zweiten Einzeldurchgang punkteten noch Frank Bolanz und Torsten Kern, der Gang ins Schlussdoppel wurde dem Tabellenführer allerdings verwehrt. In den kommenden Wochen steht aus Mühringer Sicht das packende Fernduell mit der SV Böblingen im Fokus, ehe es am letzten Spieltag im April zum entscheidenden Spiel um die Meisterschaft kommen könnte.

Verbandsliga Männer: TTC Ergenzingen

Mit einem 9:4-Erfolg über den TTV Gärtringen startete die erste Mannschaft des TTC Ergenzingen erfolgreich in die Rückrunde. „Durch unseren Neuzugang Steffen Leuze haben wir nun eine Mannschaft, die sehr schwer zu schlagen ist. Wir wollen bis zum Schluss um die Aufstiegsplätze mitspielen“, läutete Mannschaftsführer Fabian Schnaidt die Rückrunde ein.

Mannschaft dezimiert

Doch die erste Herausforderung begann bereits vor dem Spiel, und zwar die, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Hier griff der TTC zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Der erkrankte Dominik Schnaidt wurde durch den ebenfalls angeschlagenen Peter Buckenmaier ersetzt. Christoph Hörmann, bei dem an Sport eigentlich auch nicht zu denken war, versuchte, dem TTC in den Einzeln zu unterstützen, damit keiner aufrücken muss. So kam Johannes Gollub als siebter Mann nur für die Doppel mit nach Gärtringen. Die beiden Ersatzspieler trugen zusammen mit drei Punkten das maximal Mögliche zum Sieg bei.

Mit drei Paarungen, die alle so noch nie zusammengespielt haben ging es in die Doppel – und alle drei gingen an den TTC. In den Einzeln spielte Hörmann trotz der Umstände clever und siegte mit 3:0 gegen Tim Holzapfel. Auch Steffen Leuze feierte ein gelungenes Debüt und bezwang Jens Seidel 3:0. In der Mitte wurden die Punkte geteilt. Moritz Schulz spielte fast fehlerfrei, während Jochen Raff Gerd Jäger gratulieren musste. Am hinteren Paarkreuz erledigte Joker Peter Buckenmaier seine Aufgabe souverän. Fabian Schnaidt hatte große Probleme gegen einen taktisch clever spielenden Ingo Gotsch, konnte ihn aber in fünf Sätzen niederringen.

Moritz Schulz behält die Nerven

In der zweiten Einzelrunde konnte Christoph Hörmann das Spiel nicht zu Ende spielen. Auch Steffen Leuze und Jochen Raff hatten das Nachsehen. Moritz Schulz behielt die Nerven und machte mit einem 3:1-Erfolg den Deckel zu.