Die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Damen und Herren finden am Wochenende in Baiersbronn statt. Es gibt klingende Namen.
Als Gastgeber von hochkarätigen Tischtennis-Veranstaltungen hat sich der SSV Schönmünzach in der Vergangenheit längst einen Namen gemacht.
Etwa vor einem Vierteljahrhundert dürfte es gewesen sein, als man sich im Murgtal erstmals an die Durchführung von ersten Turnieren auf Bezirksebene wagte, im Jahr 2004 stellten die Deutschen Pokalmeisterschaften einen ersten großen Höhepunkt dar.
„Inzwischen haben wir drei Turniere auf Bundesebene, etwa zehn auf baden-württembergischer Ebene und zig weitere auf Bezirksebene ausgerichtet“, weiß SSV-Vorstand Klaus Frey.
Mehrere Gründe für die Bewerbung
Dass man nun die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Damen und Herren nach Baiersbronn geholt hat, hat mehrere Gründe. Das 100-jährige Bestehen des SSV Schönmünzach in diesem Jahr ist einer, der sportliche Anreiz, die Elite aus dem „Ländle“ in den Schwarzwald zu locken, ein anderer.
„Wir haben letztes Jahr bei den Titelkämpfen in Albstadt-Ebingen zugeschaut, das war wieder einmal Tischtennissport vom Feinsten“, sagt Klaus Frey, „weshalb wir uns beim Verband um die diesjährige Ausrichtung beworben haben.“ Und prompt den Zuschlag erhielten.
Für einen besonderen Service sorgt am Wochenende SSV-Abteilungsleiterin Ute Walkenhorst, die zudem im Hauptausschuss Öffentlichkeitsarbeit des Tischtennisverbands Baden-Württemberg (TTBW) tätig ist. Gemeinsam mit Verbandskollege Walter Dörling wird sie via Live-Streaming den Daheimgebliebenen bewegte Bilder ins Haus schicken. „Das wird natürlich eine tolle Sache, quasi in einem Heimspiel diesen Job zu erledigen“, sagt Ute Walkenhorst.
Die Besten aus Baden-Württemberg starten
Nach der Begrüßung am Samstag (9.15 Uhr) beginnt das Turnier kurz darauf mit den Gruppenspielen im Einzel. Dabei gehen bei Damen und Herren jeweils 42 Teilnehmer an den Start, also zwei pro Bezirk. Hinzu kommen 18 weitere Teilnehmer aus dem Badischen Tischtennisverband. Die jeweils 16 Vornominierten, quasi die Creme de la Creme aus Baden-Württemberg, steigt dann erst am Sonntag ins Hauptturnier ein, kommt allerdings am ersten Tag bereits in den Doppel- und Mixedkonkurrenzen zum Einsatz.
Das sagt Klaus Frey
„Qualitativ ist das Turnier wieder sehr gut bestückt“, meint Klaus Frey, der zudem stolz ist, dass mit Julia Kaim, Antonia Bernhard, Sara Müller, Antonia Walkenhorst und Lena Walkenhorst gleich fünf Spielerinnen die Vereinsfarben des SSV vertreten.
Bei den Damen gehört Drittligaspielerin Julia Kaim durchaus zu den Anwärterinnen auf einen der vorderen Plätze. Als Topfavoritinnen gehen derweil die Bundesligaspielerinnen Lea Lachenmayer (ESV Weil), Bao Chau Elisa Nguyen (TTV Grün-Weiß Ettlingen) und die routinierte Alexandra Schankula von Zweitligist DJK Sportbund Stuttgart ins Rennen.
Bei den Männern will es Torben Wosik (SC Staig) ein weiteres Mal wissen: Bereits im Vorjahr setzte sich der Vize-Europameister des Jahres 2003 und mehrfache WM- und EM-Teilnehmer die baden-württembergische Krone auf. Ihn am ehesten gefährden dürften Sven Happek (TV Kieselbronn), Tom Eise (DJK Offenburg) und Martin Sejdijevic (VfR Birkmannsweiler).
Die beiden kommenden Titelträger qualifizieren sich direkt für die Deutschen Individualmeisterschaften, die im Rahmen der „TT-Finals“ vom 4. bis 7. Juni in Erfurt über die Bühne gehen.
Der Zeitplan
Samstag, 17. Januar
9.15 Uhr Begrüßung
9.30 Uhr Gruppenspiele Einzel
14.30 Beginn Doppelwettbewerbe
16 Uhr Beginn Mixed-Wettbewerbe
17 Uhr Beginn KO-Spiele
19.30 Uhr Mixed-Finale
Sonntag, 18. Januar
8.45 Uhr Begrüßung
9 Beginn Endrunde
12 Uhr Beginn Achtelfinale Doppel
12.30 Uhr Beginn Achtelfinale Einzel
15 Uhr Beginn Finalspiele