Foto: dpa (Symbolbild)

Bei Fest in Hilsbach sollten Zweierteams rennen und gemeinsam jeweils einen Kasten Bier trinken.

Eppingen/Sinsheim - Die Eppinger Brauerei Palmbräu hat sich von einem sportlichen Saufgelage eines Tischtennisclubs aus Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis distanziert. Im Rahmen des „1. Kraichgau Bierathlon“ sollten beim öffentlichen Vereins-Sommerfest am 20. August Zweierteams im Dauerlauf 90 Minuten rennen und dabei gemeinsam jeweils einen Kasten Bier trinken.

Der Verein hatte der Brauerei auch im Internet ausdrücklich für das Sponsoring und organisatorische Hilfe bei der Veranstaltung gedankt, diese dann aber auf Druck des Kreissportbunds abgesagt.

"Unser Produkt ist kein Saufgetränk"

„Wir unterstützen so etwas grundsätzlich nicht. Bier sollte man wie Wein genießen können. Unser Produkt ist kein Saufgetränk“, sagte Palmbräu-Betriebsleiter Moritz von Waldhausen am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Auch wenn solche Veranstaltungen im privaten Bereich immer mehr üblich seien, müsse man sich aktiv dagegen wenden, da diese oft „völlig außer Kontrolle“ gerieten.

„Wir hatten den Bierathlon für ältere Leute von befreundeten Vereinen über 40 Jahren gedacht, die Gaudi lag im Vordergrund“, sagte der 1. Vorsitzende des Tischtennisvereins Hilsbach, Dieter Scheerer. Die aus der eigenen Jugendabteilung entstandene Idee sei ein „großer Fehler gewesen, zumal viele Kinder und Jugendliche im Verein spielen. So etwas passiert uns nicht mehr“, sagte Scheerer weiter.

Die Distanzierung der Brauerei bezeichnete er dennoch als „scheinheilig“. Denn diese habe die Einladungsflyer für die Veranstaltung bezahlt und schon die Fünf-Liter-Fässer für die Gewinner des Bierdauerlaufs geliefert.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: