Martine Toftaker steht im Weiler Pokalkader. Foto: Uli Nodler

Tischtennis-Damenbundesligist ESV Weil startet bei den Deutschen Pokalmeisterschaften.

Die Deutschen Pokalmeisterschaften nebst Final Four sind traditionell das erste große Jahres-Highlight im Mannschaftstischtennis der Damen. Am kommenden Wochenende ist es so weit. Das große Qualifikationsturnier wird am Samstag ausgetragen und am Sonntag dann das natürlich mit großer Spannung erwartete Final Four. Gespielt wird in der B2X Arena im oberbayrischen Kolbermoor. Man darf sich auf zwölf ambitionierte Teams und hochklassigen Tischtennissport freuen.

 

„Dabeisein ist alles“ für den ESV Weil. Denn: Das Final Four am Sonntag wird für den Klub aus dem südwestlichsten Zipfel der Republik wohl unerreichbar sein. Es fehlt beim ESV nämlich mit Anna Hursey und Ievgeniia Sozoniuk das komplette vordere Paarkreuz. Die walisische Nationalspielerin weilt im chinesischen Trainingslager und Sozoniuk ist aus privaten Gründen nicht dabei.

Titelverteidiger in der Weiler Gruppe

Deshalb dürfte Platz eins in der Gruppe, wo mit dem ttc eastside berlin der Pokalverteidiger und erklärte Turnierfavorit vertreten ist, außer Reichweite sein. Außerdem trifft der ESV in der Dreier-Gruppe noch auf den Zweitligisten TuS Fürstenfeldbruck.

Antreten werden die Weilerinnen mit Lea Lachenmayer, Kornelija Riliskyte, Martine Toftaker und Mariia Osypenko aus der zweiten Mannschaft.

Nach tollen Turnieren in Berlin und letzten Januar im badischen Sinzheim wird das Mega-Event erstmals in Bayern stattfinden. Kolbermoor, das im deutschen Damen-Tischtennis einen klangvollen Namen hat, richtet das Turnier im Namen des Deutschen Tischtennis-Bundes aus. Die Oberbayern haben Jahr für Jahr ambitionierte, hochkarätig besetzte Teams am Start und verfügen mit der 19-jährigen Annett Kaufmann über eine der ganz großen Hoffnungsträgerinnen der deutschen Nationalmannschaft.

Als Titelverteidiger geht der ttc berlin eastside an den Start und möchte zum elften Mal seit Wiedereinführung des Wettbewerbs im Jahr 2014 ganz oben auf das Siegerpodest – nur ein einziges Mal gelang dies nicht, eine sensationelle Bilanz. Die Berlinerinnen haben den Cup in den letzten fünf Jahren ohne Unterbrechung gewonnen und haben den Pokal-Titel erneut im Visier. Starke Konkurrenten, so auch der Gastgeber und Vorjahresfinalist SV DJK Kolbermoor, wollen dies verhindern und den Siegeszug der Hauptstädterinnen stoppen. Aber auch Teams wie Dachau, Langstadt oder Weinheim ist einiges zuzutrauen.

Alle sieben Erstligisten im Pokalturnier dabei

Beim großen Pokalturnier in Kolbermoor werden alle sieben Erstligisten sowie zwei Zweit- und drei Drittligisten vertreten sein, die den „Großen“ zu gerne ein Bein stellen würden. Es ist schon ein besonderes Turnier mit einem ganz spezifischen Flair. Vergeben wird der erste Titel des Jahres 2026 – und zwar nicht irgendein Titel, sondern ein in der Tat extrem wichtiger.