Der TTC Ottenbronn versucht, mit Michael Krumtünger, Christian Tomsic, Christoph Schmidl, Alexander Sverdlik, Georgios Makris, Sebastian Krumtünger (von links) und Michael Jäger (nicht im Bild), die Oberliga zu halten. Foto: ttc

Zum Start in die Tischtennis-Saion darf man insbesondere auf das Abschneiden des TTC Ottenbronn mit Spitzenspieler Christoph Schmidl in der Oberliga gespannt sein.

Schenkt man den Meinungen im Tischtennisforum Glauben, dürfte der Aufenthalt von Aufsteiger TTC Ottenbronn in der Oberliga nur von kurzer Dauer sein. „Außer Spitzenspieler Christoph Schmidl ist die Mannschaft in der Liga nicht konkurrenzfähig“, heißt es da.

 

Sportliche Herausforderung

Gerade die sportliche Herausforderung übt den Reiz aus, weshalb sich der Verein im Frühsommer dafür entschied, den Aufstieg wahrzunehmen, der sich durch den Rückzug höherklassiger Teams im Nachhinein noch ergab. Bereits in den 2000er-Jahren absolvierte der TTC ein paar Spielzeiten im baden-württembergischen Oberhaus, nun wird daran angeknüpft. „Wir sind uns der schweren Aufgabe bewusst, werden aber in jedem Spiel alles geben und versuchen, den einen oder anderen Konkurrenten zu ärgern“, sagt der zweitligaerfahrene Schmidl.

So sieht es auch der TTC-Vorsitzende Achim Kappler, der hinzufügt: „Wir bleiben unserem bisherigen Weg und der Strategie treu, nicht mit bezahlten externen Spielern anzutreten. Der Zusammenhalt im Verein und das gute Miteinander sind uns am wichtigsten.“ Laut Kristian Tomsic, der zuletzt mit Schmidl und zahlreichen Vertretern des TV Calmbach in einem Trainingslager in Isny weilte, steht der Spaßfaktor in der kommenden Saison an oberster Stelle.

Es geht gleich in die Vollen

Zudem freut er sich auf die Auftritte der Titelfavoriten VfL Kirchheim und SV Plüderhausen, Letztere haben sich mit Rückkehrer Aleksandar „King Kara“ Karakasevic einen dicken Fisch geangelt. Aus sechs mach vier: In der Oberliga wird bekanntlich nur noch zu viert gespielt, beim TTC stehen neben Schmidl und Tomsic der junge Alexander Sverdlik sowie Teilzeitkraft Michael Jäger (wohnt in Berlin) ganz oben auf der Aufstellung. Mit Einsätzen von Sebastian Krumtünger und Vater Michael ist dementsprechend ebenfalls zu rechnen. Bereits am kommenden Samstag geht es für den TTC beim Vorjahresdritten FT Freiburg in die Vollen (15 Uhr, Sporthalle Rieselfeld).

TTC Mühringen strebt nach Höherem

Letztes Jahr noch mittendrin im Abstiegsgetümmel der Verbandsliga, strebt der TTC Mühringen nun nach Höherem. „Mit Andrew Schönhaar als Neuzugang haben wir natürlich schon das Ziel, vorne mitzuspielen“, gibt Frank Bolanz die Marschroute vor. „Zudem hoffen wir, dass unsere jungen Spieler wieder einen Schritt nach vorne machen.“ Spitzenspieler Attila Namesztovski dürfte auch in der neuen Liga das meiste gewinnen, hinter ihm agieren Andrew Schönhaar (kam aus Herrenberg), Silas Schurr, Erik Hertkorn, Torsten Kern und Niclas Schurr. Die in der zweiten Mannschaft aufgestellten Frank Bolanz und Hannah Sauter werden ebenfalls ihre Einsätze bekommen. Am 23. September steigt zuhause gegen Aufsteiger TuS Metzingen die Heimpremiere.

„Das Ziel der ersten Mannschaft ist ganz klar der Wiederaufstieg“, sagt Christian Metzler vom TV Calmbach, der mit seinen Mannen nach einer insgesamt verkorksten Runde und dem damit verbundenen Landesliga-Abstieg auf Wiedergutmachung aus ist. Die Teams aus Schönmünzach, Rottweil und Ottenbronn II erachtet Metzler als größte Konkurrenten im Titelrennen. Daniel Metzler und Armin Bacher stellen das vordere Paarkreuz der Enztäler, gefolgt von Craig Gascoyne, dem erst 12-jährigen Len Müller, Christian Metzler und dem 17-jährigen Neuzugang Christof Müller. Der TVC startet am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen den TSV Nusplingen in die Liga (10 Uhr, Alte Turnhalle Calmbach).

TTC Ottenbronn II backt kleine Brötchen

Entgegen der Calmbacher Erwartungen sieht sich der TTC Ottenbronn II weit weg von jeglichem Titelkampf. „Wir werden fast nie in Bestbesetzung spielen können“, meint Achim Kappler, der nicht tiefstapeln möchte, „dass wir nicht vorne mitspielen werden, sagt mir der gesunde Menschenverstand. Wir haben in der letzten Runde gesehen, wie schnell man mit fehlendem Personal und Trainingsdefiziten noch hinten reinrutschen kann.“ Trotzdem: Die Ottenbronner Top sechs mit Sebastian Krumtünger, Michael „Mil“ Krumtünger, Georgios Makris, Michael Holzhausen, Achim Kappler und Jannis Kappler kann sich in der Landesliga sehen lassen. Los geht’s am 23. September mit dem Heimspiel gegen den SSV Schönmünzach.

Fünf Teams aus dem Bezirk Böblingen, weitere fünf aus dem Schwarzwald – nicht nur in dieser Hinsicht scheint in der Landesklasse Ausgeglichenheit Trumpf zu sein. Ebenso lässt sich kein klarer Titelanwärter ausmachen, am ehesten könnte der SV Leonberg/Eltingen diese Rolle ausüben. Aus dem hiesigen Bezirk ist dem TV Oberhaugstett abermals eine Topplatzierung zuzutrauen, auch die TTG Unterreichenbach-Dennjächt gehört zu den besseren Teams. Die Aufsteiger TV Calmbach II und TT Altburg wollen versuchen, die Schäfchen so schnell wie möglich ins Trockene zu kriegen, angesichts des zur Verfügung stehenden Personals sollte dies auf jeden Fall möglich sein.