Verbandsligist TTC Ottenbronn jubelt über einen Erfolg gegen den klar favorisierten VfL Herrenberg.
Dass die „Festung“ des TV Calmbach ob ihrer besonderen Atmosphäre für viele Gästeteams uneinnehmbar ist, ist seit vielen Jahren bekannt. Dementsprechend zeigte sich auch Verbandsliga-Konkurrent TTV Gärtringen keineswegs überrascht von den Verhältnissen – und stellte sich auf ein packendes Duell ein.
Und das hielt in jeder Hinsicht, was es versprach: Beim Stand von 3:2 für den Tabellenzweiten aus Gärtringen häuften sich die dramatischen Momente, gleich acht der folgenden zehn Einzel gingen über die volle Fünfsatzdistanz.
„British Dynamite“
„British Dynamite“ Craig Gascoyne tat sich dabei mit zwei Erfolgen besonders hervor, auch Daniel Metzler hielt sich in den Spitzeneinzeln gegen Tim Holzapfel und Michael Kocheisen schadlos.
Beim Stand von 6:5 und 7:7 fehlte aus Calmbacher Sicht nicht viel zum Coup, aber das in der Rückrunde bis dato noch ungeschlagene Schlussdoppel mit Daniel und Christian Metzler musste sich der Formation Michael Kocheisen/Ann-Katrin Ziegler mit 11:7, 7:11, 8:11 und 7:11 geschlagen geben. Endstand: 7:9.
Längst beschlossene Sache ist der Abstieg des TTC Ottenbronn aus der Verbandsliga. Umso erfreulicher aus Sicht des TTC, dass es am letzten Spieltag gegen den klar favorisierten Tabellenvierten VfL Herrenberg sogar noch mit dem ersten Saisonsieg klappte.
Ohne Druck klappt’s
„Wir sind ohne jeglichen Druck in die Partie gegangen und vermutlich zeigte sich der Gegner etwas überrascht von unserer guten Leistung“, sagte Achim Kappler nach dem 9:3-Husarenstreich.
Sebastian Krumtünger gewann beide Spitzeneinzel gegen Max Reger und Max Hering, auch Jannis Kappler war zwei Mal siegreich. Achim Kappler wehrte gegen Domenico Sanfilippo diverse Matchbälle ab und sorgte mit dem 13:11 im Entscheidungssatz für das 6:1. Die Führung wurde dann nicht mehr aus der Hand gegeben.
Herrenbergs Kapitän angefressen
„Für uns war das heute ein gebrauchter Tag“, meinte Herrenbergs Kapitän Max Hering. „Unterm Strich geht der Abstieg natürlich in Ordnung und kam für uns auch nicht ganz unerwartet“, ergänzte derweil Achim Kappler.
Der SSV Schönmünzach steht dicht vor dem Klassenerhalt in der Landesliga, beim bereits feststehenden Absteiger TT Altburg gewann das Team mit seinen beiden Topleuten Kheith Rhynne Cruz und Fabian Frey ungefährdet mit 9:3. Mit einem Erfolg am letzten Spieltag beim TSV Betzingen könnte Konkurrent SV Leonberg/Eltingen nicht mehr vorbeiziehen.
CVJM Grüntal hat alles in der Hand
Im letzten Spiel der Landesklasse-Saison kann am Sonntag der CVJM Grüntal mit einem Erfolg beim Vorletzten SV Glatten den Titelgewinn festmachen. Dies in einer Saison, die an Ausgeglichenheit kaum zu übertrumpfen war und die für zahlreiche Spannungsmomente auf Grund des immer wieder kuriosen Tabellenbilds sorgte.
Kurios: Nach Abschluss der Vorrunde stand der CVJM Grüntal mit 9:9 Punkten noch auf einem Abstiegsplatz. Chancen auf die Meisterschaft können sich – einen Grüntaler Patzer vorausgesetzt – noch der TTV Gärtringen II und der VfL Sindelfingen II ausrechnen, die bereits am Samstag gegeneinander antreten.
TV Oberhaugstett fliegt aus der Spitzengruppe
Die Gärtringer entführten vom TV Calmbach II beim 9:6 beide Zähler, wobei sich lediglich das Calmbacher Spitzenpaarkreuz mit Markus Buck und Dennis Weber als unüberwindbar erwies.
Aus der Spitzengruppe verabschiedete sich der TV Oberhaugstett, der unter der Woche in Gärtringen verlor (1:9) und dann auch beim TTC Mühringen II Federn ließ (6:9).
Die Mühringer müssen trotz 18:18 Punkten den Gang in die Bezirksliga antreten, dort treffen sie zukünftig auch auf den SV Glatten, die TTG Unterreichenbach-Dennjächt und vermutlich den TV Calmbach II.