Die Tischtennisspielerinnen des ESV Weil haben am Sonntag in der heimischen Sporthalle auch das zweite Saisonmatch verloren.
Die Gastgeberinnen unterlagen dem Titelfavoriten ttc eastside berlin mit 4:6. Es wäre mehr drin gewesen in dieser Begegnung, zumal Berlins Top-Spieler Nina Mittelham fehlte. Aber auch ohne sie setzte sich das Tischtennis-Team aus der Bundeshauptstadt am Ende durch, weil die Gastgeberinnen im hinteren Paarkreuz mit Abwehrspielerin Lea Lachenmayer und Kornelja Riliskyte nicht Paroli bieten konnten. Als auch noch Anna Hursey und Ievgeniia Sozoniuk jeweils ein Einzel verloren, war die Heimniederlage letztlich nicht abzuwenden.
Die beiden Doppelbegegnungen verliefen ohne Überraschungen. Während Ievgeniia Sozoniuk/Kornelja Riliskyte gegen das eingespielte Berliner Duo Yuka Kaneyoshi/Mia Griesel erwartungsgemäß mit 1:3-Sätzen den Kürzeren zog, ließen Anna Hursey und Neuzugang Martine Toftaker dem eastside-Duo Sabina Surjan/Josephine Neumann mit einem 3:0-Satzgewinn nicht den Hauch einer Chance.
In den beiden Spitzeneinzeln blieb beim ESV Weil ein Ausreißer nach oben aus. Sozoniuk zog gegen Berlins Nummer eins Kaneyoshi ohne Satzgewinn klar den Kürzeren. Weils Nummer zwei fand kein Mittel gegen die Defensivtaktik der Japanerin.
Deutlich ausgeglichener verlief das Match von Hursey gegen Natalia Bajor. Die polnische Nationalspielerin und aktuell die Nummer zehn in Europa spielte im ersten Satz groß auf, setzte sich mit 11:4 durch. Doch Hursey, die sich jüngst bei den U21-Europameisterschaften im Einzel Gold holte, wusste sich in der Folge erfolgreich zu wehren, gewann die die Sätze zwei und drei. Bajor glich im vierten Durchgang aus, ehe die nervenstarke Waliserin den Entscheidungssatz mit 12:10 in der Verlängerung gewann.
Im hinteren Paarkreuz lief es aus Sicht des ESV Weil nicht nach Wunsch. Jeweils mit 1:3-Sätzen unterlagen Abwehrspielerin Lea Lachenmayer und Kornelja Riliskyte. Neuzugang Martin Toftaker wurde nur im Doppel eingesetzt. Vielleicht hatte sich da Coach Alen Kovac in der Aufstellung ein bisschen verzockt.
Immerhin begeisterte Sozoniuk im zweiten Durchgang im vorderen Paarkreuz. In einem hochklassigen und dramatischen Duell rang die Ukrainerin Bajor in 3:2-Sätzen nieder. Dagegen fand auch Hursey kein Mittel gegen Kaneyoshi, unterlag mit 1:3-Sätzen. M;it einem ungefährdeten 3:0-Satzgewinn gegen Riliskyte machte Mia Griesel den Auswärtssieg für Berlin perfekt. Lachenmayer gelang dann mit einem 3:2 gegen Surjan noch eine Ergebniskosmetik.
Doppel: Sozoniuk/Riliskyte – Kaneyoshi/Griesel 1:3-Sätze (7:11, 10:12, 11:8, 4:11); Hursey/Toftaker – Surjan/Neumann 3:0 (11:6, 11:6, 11:9).
Einzel: Hursey – Bajor 3:2 (4:11, 11:9, 11:4, 7:11, 12:10); Sozoniuk – Kaneyoshi 0:3 (9:11, 3:11, 6:11); Lachenmayer – Griesel 1:3 (8:11, 8:11, 11:5.8:11); Riliskyte -Surjan 1:3 (9:11, 11:7, 7:11, 5:11). Hursey – Kaneyoshi 1:3 (8:11, 5:11, 11:9 4:11); Sozoniuk – Bajor 3:2 (11:4, 4:11, 11:9, 7:11, 12:10); Lachenmayer – Surjan 3:2 (7:11, 4:11, 11:6, 11:5, 11:9); Riliskyte – Griesel 0:3 (6:11, 3:11, 7:11).