Der SSV mit Julia Kaim (links) und Antonia Bernhard ist am Wochenende leer ausgegangen. Foto: Thomas Holzapfel

Es ist kein Geheimnis, dass Drittligist SSV Schönmünzach ohne seine Spitzenspielerin Kheith Rhynne Cruz nicht das Zeug zu einer Spitzenplatzierung hat.

Regelmäßig war SSV-Vorstand Klaus Frey in jüngster Vergangenheit mit der philippinischen Ausnahmespielerin in deren Heimat in Kontakt, zudem galt es reichlich Verwaltungskram in puncto Visum abzuwickeln. Aber Klaus Frey ist zuversichtlich, dass die 19-Jährige in dieser Woche noch im Murgtal aufschlägt.

 

Ohne seine Nummer eins stand der Tabellenführer beim Doppel-Auswärtsspieltag nicht nur beim Vierten SU Neckarsulm, sondern auch beim abstiegsbedrohten TSV 1860 Bad Rodach auf verlorenem Posten.

Das sagt Klaus Frey

„Es ist wirklich in einigen Spielen sehr unglücklich für uns gelaufen“, analysierte Frey und verwies auf diverse Schlüsselspiele. Im fränkischen Bad Rodach musste Abwehrspielerin Antonia Bernhard in ihrem Match gegen Polina Pashchenko gut und gerne zehn Netzroller einstecken, so dass sie das Spiel schlichtweg nicht gewinnen konnte.

„Das war insofern schade, da Melissa Bill bereits einen weiteren Punkt für uns in der Tasche hatte, leider kam dieses Ergebnis aber nicht mehr in die Wertung“, sagte Klaus Frey. So punkteten lediglich Julia Kaim, Antonia Bernhard in ihrem ersten Einzel und das Doppel Kaim/Bernhard.

Im baden-württembergischen Derby bei der Neckarsulmer Sportunion ging es ebenfalls mit einem 1:1 aus den Doppeln, in den Einzeln war aber der Gastgeber obenauf und sorgte mit einem 5:1 schnell für die Vorentscheidung.

Aber der SSV gab sich noch nicht auf: Julia Kaim, die am Vortag noch mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, lieferte sich mit Neckarsulms Topspielerin Kathrin Hessenthaler ein hochklassiges Duell, nach Abwehr zweier Matchbälle gewann sie den Krimi mit 11:3, 11:7, 6:11, 5:11 und 14:12. Mehr gab es dann in Neckarsulm aber nicht zu holen – Endstand 2:6. Nach Minuspunkten bleibt der SSV Schönmünzach auf Meisterkurs, nun hofft man am kommenden Wochenende auf die Rückkehr des philippinischen Neuzugangs, um beim Dritten TuS Fürstenfeldbruck II bestehen zu können.

Regionalliga-Frauen überzeugen

In jeder Hinsicht positiv überrascht wurde SSV-Vorstand Klaus Frey von den Auftritten der Regionalliga-Frauen, die nicht in Bestbesetzung die Auswärtspartien in Mülheim-Urmitz und Weinheim angehen konnten. Erst setzte sich das Quartett im Kellerduell beim TTC Mülheim-Urmitz überraschend deutlich mit 9:1 durch, dann entführte man auch beim Tabellenvierten in Weinheim beim 6:4 beide Punkte. Weshalb einige positive Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

9:1-Kantersieg in Mülheim

„Dass Leonie nach langer Verletzungspause so schnell wieder in den Tritt kommt, konnte so nicht erwartet werden“, zeigte sich Klaus Frey begeistert vom Auftritt der 16-Jährigen, die mit Lena Walkenhorst zwei starke Doppel spielte und auch in den Einzeln am Spitzenpaarkreuz überzeugte. Da auch Sara Müller und die Luxemburgerin Kinda Mostafa gemeinsam hervorragend am Tisch harmonierten, ging der SSV II in beiden Partien mit einer aufbauenden 2:0-Führung in die Einzel.

Der 9:1-Kantersieg in Mülheim fiel vielleicht ein wenig zu hoch aus, wenngleich der Regionalliga-Aufsteiger das Geschehen zumeist im Griff hatte. Vier Spieltage vor Schluss rangiert das Regionalliga-Quartett auf Relegationsplatz acht.