Die kommenden Tage werden heiß. Da hilft es, viel zu trinken - und auch anderweitig einen kühlen Kopf zu bewahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Hitze aus Südeuropa ist in Baden-Württemberg angekommen. Bis zu 39 Grad sind für einzelne Regionen vorhergesagt. Wir geben Ihnen neun Tipps, was Sie gegen die Hitze tun können.

Die Temperaturen steigen. In dieser Woche werden Spitzenwerte bis 39 Grad erwartet. Und auch wenn Sonnenwetter grundsätzlich ein gerngesehener Gast ist: Zu viel und anhaltende Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich für Mensch, Tier und Natur. Doch bereits mit einigen Tipps kann man sich und andere schützen. 

1. Viel trinken

Die wichtigste Regel gleich zum Anfang: Bei hohen Temperaturen sollte man viel trinken. Je nach Anstrengung kann man gerne die tägliche Trinkmenge um anderthalb bis zwei Liter erhöhen, empfiehlt eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf Nachfrage unserer Redaktion.

Gut geeignet ist Leitungswasser, gemischt mit Tee oder etwas Saft, um auch den Mineralstoffverlust auszugleichen. Der DRK schlägt zudem elektrolythaltige Getränke, beispielsweise Apfelschorle, vor. Statt eiskalt sollten sie eher lauwarm sein. Alkohol ist zu vermeiden: der entzieht dem Körper nur wichtiges Wasser.

2. Bewusst wohnen

Nachts schläft man am besten mit einer dünnen Decke und geöffnetem Fenster. Tagsüber sollte hingegen das Fenster geschlossen bleiben. Besser ist es, morgens und abends intensiv und den Tag über nur stoßzulüften. Räume sollte man zudem abdunkeln, vor allem in der Mittagssonne.

3. Haustiere (und Kleinkinder) nicht im Auto lassen

Schon bei 20 Grad in der Sonne kann sich ein Auto  schnell auf über 40 Grad aufheizen. Bei 30 Grad kann die für Hunde meist tödliche Schwelle von 46 Grad schon innerhalb 30 Minuten erreicht sein. Auch ein Schattenplatz oder ein leicht geöffnetes Fenster hilft da wenig. Selbst der schnelle Einkauf kann da fatale Folgen haben. Bei heißem Wetter sollte man den Vierbeiner lieber Zuhause lassen. Selbiges gilt für Babys und Kleinkinder. Auch sie sollten bei Hitze niemals allein im Auto gelassen werden.

4. Sonnenschutz nicht vergessen

Mehr als eine kurze Zeit sollte man nicht ohne Schutz in die Sonne. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen sollten direkte Sonneneinstrahlung lieber meiden. Die Augen schützt man am besten mit einer geeigneten Sonnenbrille, den Körper mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor von mindestens 15, bei Kindern und empfindlichen Menschen eher ab 50. Im besten Fall holt man sich bei zuviel Sonne ohne Schutz nur einen Sonnenbrand, im schlimmsten Fall einen Sonnenstich, Hitzeschlag oder sogar Hautkrebs. Insbesondere empfindlichen Menschen rät die Sprecherin des DRK zudem, einen Sonnenhut zu tragen. 

5. Leichte Kost

So schön das Grillen im Sommer auch ist: Besser ist es, bei heißem Wetter leichte Kost zu sich zu nehmen. Dazu gehört viel Obst und Gemüse. Wenn man auf die Grillparty nicht verzichten will, reichen auch ein bisschen Geflügel oder Fisch. Grundsätzlich sollten die Mahlzeiten eher klein sein. Große und vor allem schwere Mahlzeiten belasten die Verdauung. Ein kühlendes Eis schadet jedoch mit Sicherheit nicht.

6. Die richtige Kleidung

Schweiß muss verdunsten können, damit er wirklich kühlt. Außerdem sollte die Luftzirkulation unter den Klamotten funktionieren. Die richtige Kleidung bei heißem Wetter ist daher leicht, lichtdicht und abdeckend, kann Schweiß aufnehmen und Wärme durchlassen. 

7. Abkühlung

Wer mit der Hitze zu kämpfen hat, der sollte sich regelmäßig Abkühlung verschaffen. Das DRK empfiehlt zudem, feuchte Tücher im Kopf- und Nackenbereich aufzulegen, um den Körper zu kühlen. "Keinesfalls", so die Sprecherin des DRK, "sollte Eis direkt auf den Körper gegeben werden." Ansonsten lohnt sich auch ein Besuch in einem der vielen Freibäder oder für die Kinder auf einem der Wasserspielplätze in der Region.

8. Anstrengungen vermeiden

Harte körperliche Arbeiten oder Training strengen bei Hitze noch mehr an oder können sogar schwerwiegende Folgen haben. Besser ist es, tagsüber und draußen lieber zu entspannen und sich nicht zu viel zu bewegen.. Leider ist die Arbeit in der Hitze nicht immer zu vermeiden, wie beispielsweise Straßenarbeiter wissen.

9. Aufeinander aufpassen

Bei dem heißen Wetter sollte man Rücksicht nehmen und einander helfen. Im Falle eines Hitzenotfalls sollte man Betroffene umgehend in den Schatten holen, den Oberkörper erhöht lagern und, wenn die Person benommen ist, die Beine hochlegen. Das DRK empfiehlt, in diesem Fall sofort die 112 zu rufen.