Zu einem Schnittkurs für Obstbäume und Beerensträucher hat der Obst- und Gartenbauverein nach Altensteigdorf eingeladen.
Vorsitzender Hans Schaible konnte neben dem Referenten Karl Klink, Fachwart für Obst und Garten sowie Obstbaumpfleger, knapp 20 Zuschauer begrüßen. Das Schneiden der Beerensträucher ist wichtig, um alte Triebe zu entfernen und Platz zu schaffen für neue junge Triebe, heißt es in der Pressemitteilung. Diese bringen mehr Ertrag als die alten und man fördert außerdem die Fruchtgröße und das Aroma. Durch das Entfernen von Trieben kommt mehr Licht in das Innere des Busches. Dadurch kann er schneller und besser austrocknen und somit wird der Pilzbefall reduziert.
Schwarze Johannisbeeren fruchten am einjährigen Holz, daher kann man sie stark auslichten, erfuhren die Teilnehmer. Etwas vorsichtiger geht man bei roten Johannisbeeren vor, die am zweijährigen Holz tragen.
Traggerüst von drei bis vier starken Ästen
Im Anschluss waren die Obstbäume dran. Am ersten Baum konnte man sehen, wie sich der Baum nach dem Schnitt im Vorjahr weiter entwickelt hatte. Hier war nur wenig zu korrigieren. Anders sieht es bei einem Baum aus, der schon jahrelang nicht mehr geschnitten wurde. Das Ziel ist immer ein Traggerüst von drei bis vier starken Ästen, den sogenannten Leitästen, hieß es. Diese stehen idealerweise im Winkel von 45 Grad. Daneben gibt es die Fruchtäste, die waagrecht verlaufen. Viele Gartenbesitzer scheuen sich, einen Baum so stark zu schneiden wie ein Baumwart. Durch den richtigen Schnitt bringt der Baum zwar weniger Früchte, diese sind aber größer und meist auch gesünder.
Weitere Kurse in Planung
Karl Klink erklärte seine einzelnen Schritte und stand für Fragen zur Verfügung. Das Wissen um den richtigen Baumschnitt ist so umfangreich, dass manche Besucher auch mehrere Male einen Kurs besuchen. Dies ist sinnvoll, um das Wissen wieder aufzufrischen oder etwas Neues mitzunehmen. Daher wird der Obst- und Gartenbauverein auch in den kommenden Jahren wieder Schnittkurse anbieten, heißt es in der Pressemitteilung.