Mit seinen Schießergebnissen war Tim Nechwatal bei der Junioren-WM in Estland sehr zufrieden. Foto: IBU

Mit den Plätzen 18 und 23 bei der Junioren-WM ist Tim Nechwatal nicht zufrieden. Stabil ist der Schömberger Nachwuchs in Südtirol.

Nachdem die deutschen Kombinierer in den Wochen zuvor im estnischen Otepää noch mit den Minusgraden zu kämpfen hatten, sahen die Bedingungen bei der Junioren-WM der Biathleten ganz anders aus. Regen und teils starker Wind beherrschten die Wettkämpfe, aufgeweichte Strecken waren die Folge.

Schon allein die Nominierung zur Weltmeisterschaft in seiner ersten Junioren-Saison war für Tim Nechwatal vom WSV Schömberg ein großer Schritt. Trotzdem zieht der Nachwuchs-Biathlet eine eher verhaltene WM-Bilanz: „Ich habe im Vorfeld viel investiert und mit meinen Schießergebnissen war ich sehr zufrieden. Leider konnte ich meine Topform aus der Qualifikation nicht hundertprozentig in die WM mitnehmen. Zudem hat das Material für diese Streckenbedingungen nicht gepasst. Wir haben alles probiert, aber bei diesen nassen Bedingungen war leider nicht mehr drin.“

Hart an Bergen gearbeitet

Mit einem fehlerfreien Schießen im Sprintrennen war für den Schömberger der Weg nach ganz vorne frei. Während er in Polen in der Qualifikation noch mit der zweitbesten Laufzeit aufwarten konnte, lief es auf der WM-Strecke in Estland überhaupt nicht. „Ich habe an den Bergen immer sehr hart gearbeitet und habe einige Konkurrenten hinter mir lassen können. Da ist es sehr frustrierend, wenn genau diejenigen in den Abfahrten wieder an einem vorbeifahren“, so Tim Nechwatal, der auf Platz 18 nach dem Zieleinlauf landete.

Auch im Einzelrennen gelang Tim Nechwatal ein gutes Schießergebnis: Mit 18 von 20 Treffern wäre eine bessere Platzierung als Platz 23 möglich gewesen. Jedoch verhinderte auch hier eine Laufzeit im Mittelfeld der Teilnehmer eine Top-Platzierung.

Die Juniorenstaffel mit Startläufer Tim Nechwatal, Linus Kesper (SC Willingen), Benjamin Menz (Motor Tambach/Dietharz) und Leonhard Pfund (SC Bad Tölz) erreichte den vierten Platz hinter der starken Konkurrenz aus Norwegen, Ukraine und Frankreich.

Dass er zur nationalen Spitze gehört, untermauerte Tim Nechwatal beim Saisonabschluss im Südtiroler Martelltal mit dem deutschen Vize-Meistertitel im Sprint. Im Staffelrennen waren die Baden-Württemberger mit Startläufer Elias Asal (SC Wieden), der mit diesem Rennen seine sportliche Karriere beendete, Tim Nechwatal und Fabian Kaskel (SC Todtnau) nicht zu schlagen.

Zeremonie knapp verpasst

Mit im Martelltal waren auch die beiden Schömberger Maxim Haddou und Nina Finkbeiner. Im Sprintrennen belegte Maxim Haddou den 14. und Nina Finkbeiner den 15. Rang. Zusammen mit seinen Staffelkollegen Julian Schraag und Lukas Tannheimer (beide DAV Ulm) verfehlte Maxim Haddou knapp die Flower-Zeremonie. Nina Finkbeiner, mit ihren Staffelkolleginnen Annika Binkert und Helen Issler (beide Stützpunkt Notschrei), reihte sich auf dem elften Rang ein.

In der Deutschlandpokal-Gesamtwertung schließt Maxim Haddou seine erste Wettkampfsaison in der Jugend mit dem zehnten Rang ab. Nina Finkbeiner, ebenfalls im ersten Jugendjahr gestartet, konnte sich durch ihre stabilen Ergebnisse über das gesamte Jahr den sechsten Rang sichern.