Der Tierschutzverein Triberg und Umgebung bittet Hundebesitzer, deren Tiere gegen Milben, Zecken und andere Parasiten behandelt wurden, die Haare im Hausmüll und nicht in der freien Landschaft zu entsorgen.Foto: © oporkka – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Tiere: Nicht in der Natur entsorgen

Raumschaft Triberg (bk). Der Tierschutzverein Triberg und Umgebung bittet Hundebesitzer, deren Tiere gegen Milben, Zecken und andere Parasiten behandelt wurden, die Haare im Hausmüll und nicht in der freien Landschaft zu entsorgen. Dadurch wird laut Tierschutzverein verhindert, dass die belasteten Haare von Vögeln als Nistmaterial verwendet werden. Die heimischen Tierschützer vermuten, dass diese Problematik wenig oder gar nicht bekannt ist, wie sie mitteilen.

Studie weist auf direkten Zusammenhang hin

Ende des Jahres 2019 habe eine Studie aus den Niederlanden festgestellt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt, informierten die Mitglieder des heimischen Tierschutzvereins. Dies gelte im Übrigen auch für Katzenhaare und für sämtliche felltragenden Tiere wie Ziegen und Schafe.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat, wie der Tierschutzverein Triberg weiter mitteilt, im vergangenen Jahr eine Zusammenfassung der Studie veröffentlicht und ebenfalls eine Warnung an Hundehalter herausgegeben. Demnach stellen Hundehaare, die mit Antiparasitika kontaminiert sind und von den Elternvögeln für den Nestbau verwendet werden, eine tödliche Gefahr für Jungvögel dar. Sie nehmen Substanzen, die in den Antiparasitika und damit in den Hundehaaren enthalten sind, über die ungefiederte Haut auf. Die hohe Konzentration könne dann zum Tod führen.

Tierschützer hoffen auf Beitrag der Tierhalter

"Mit der Entsorgung im Hausmüll können Tierhalter also dazu beitragen, dass die Schadstoffbelastung von Vögeln nicht unnötig gesteigert wird", betont der heimische Tierschutzverein abschließend.

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