Eines der in Geislingen geretteten Rehkitze. Foto: Willy Schreiber

Wenn Landwirte Wiesen mähen, besteht für Bambis Vettern Lebensgefahr. In Geislingen wurden jetzt gleich mehrere der niedlichen Tiere in Sicherheit gebracht.

Das Sommerwetter spielt mit, die Heuernte steht an, und die Landwirte beginnen zu mähen. Auch auf den Feldern und Wiesen rund um Geislingen.

 

Doch für das heimische Rehwild ist dies auch eine Gefahr, wissen nicht zuletzt die heimischen Jäger. Die Rehgeiß legt ihre jungen Kitze im hohen Gras ab und damit fast unsichtbar für den Landwirt, welcher die Wiese mäht. Das ist eine große Gefahr für die Rehkitze.

Doch seit Jahren arbeiten die Landwirte und Jäger hervorragend zusammen. Bevor diesen Wiese gemäht werden, wird der zuständige Jäger benachrichtigt. Dieser bestellt ein Kitzrettungsteam.

Mit Hilfe einer Drohne suchen die Kitzretter nach den Jungrehen. Foto: Willy Schreiber

Mit Hilfe einer Drohne werden die Wiesen abgeflogen. Der Pilot erkennt am Monitor die in der Wiese liegenden Kitze.

Ein eingespieltes Helferteam bringt dann die Rehkitze mit Schutzhandschuhen in eine Kiste. Diese wird weit von der zu mähenden Wiese entfernt abgestellt.

Ein eingespieltes Team von Helferinnen ist im Einsatz. Foto: Willy Schreiber

Der Landwirt kann dann mit dem Mähen beginnen. Doch auch dabei muss er ein wachsames Auge haben.

Am Pfingstmontag und am Dienstagmorgen wurden auf der Gemarkung Geislingen mehrere Rehkitze gerettet. Das zeigt, wie gut Landwirte, Jäger und Kitzretter Hand in Hand zusammenarbeiten.

 

Wildtierbaby gefunden: Wie verhält man sich richtig?

Frischlinge, Hasenbabys, Rehkitze: In den Wäldern regt sich das neue Leben – nicht ohne Gefahr für die jungen Wildtiere. In den meisten Fällen ist Nichtstun der beste Schutz.

Findet man im Wald oder am Wegesrand ein Jungtier, lautet die oberste Regel: Auf keinen Fall direkt anfassen und mitnehmen. Bei Wildschweinen bringt man sich mitunter sogar selbst in Gefahr, falls die Mutter der Frischlinge in der Nähe ist.

Durch vorschnelles Handeln kann es für die Tiere selbst gefährlich werden. Wer beispielsweise ein Rehkitz entdeckt, sollte das Tier aus der Distanz beobachten. In den meisten Fällen ist die Mutter in der Nähe, hält aber Abstand, solange ein Mensch anwesend ist.

Anders sieht es aus, wenn die Mutter nicht zurückkehrt oder wenn das Tier offensichtlich verletzt ist. Erst dann sollte man tätig werden und sich am besten an die nächste Wildtierstation wenden.