Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Das Tierwohl muss endlich gewährleistet werden. Doch die Politik drückt sich, kommentiert unser Berlin-Korrespondent Bernhard Walker.

Berlin - Noch sieben Monate bis zur Bundestagswahl. Zieht man davon noch die Sommerpause ab, wird klar: Ein Konzept für eine bessere Nutztierhaltung wird vorerst nicht kommen. Welche Regierung künftig welche Ideen umsetzt, steht also in den Sternen. Dass die jahrelangen Debatten über mehr Tierwohl, größere Ställe, ein gutes Betriebsmanagement und ein staatliches Lebensmittellabel so wenig gebracht haben, liegt nicht vorrangig an Ministerin Klöckner. Sie hat in der Agrarpolitik einen ganzen Sack ungelöster Probleme von ihren CSU-Tu-nix-Vorgängern Ilse Aigner und Christian Schmidt geerbt – sei es beim Düngen, beim Umgang mit Tieren oder beim Insektenschutz. Zudem fehlt Klöckner Rückhalt in der CDU/CSU-Fraktion. Dass sie im nahenden Wahlkampf eine klare Aussage scheut, ist allerdings allein ihre Verantwortung.

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