Die Katze, der Deutschen liebstes Haustier, ist eben auch ein Raubtier (Symbolfoto) Foto: Pixabay/rihaij-

Die Fraktion der Grünen beantragt für die Stadt Lörrach eine Katzenschutzverordnung. Eine solche hätten schon knapp 200 Kommunen in Baden-Württemberg.

Eine sogenannte Katzenschutzverordnung verpflichte Halter von Freigängerkatzen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung über ein kostenloses Onlineportal, um freilebende Katzenpopulationen zu kontrollieren und damit Tierleid zu reduzieren, so die Grünen in einer Mitteilung.

 

Die meisten sind kastriert

Vor allem die Vogelpopulation leide darunter, dass es in Deutschland viel zu viele Katzen gebe. Nach Angaben der Grünen schätze der BUND, dass jährlich mindestens 60 Millionen Vögel von Katzen getötet würden, wahrscheinlich seien es viel mehr. Aber auch Eidechsen und andere zu schützende Tiere passen ins Beuteschema.

Die Fraktion hat sich mit dem Tierschutzverein Lörrach in Verbindung gesetzt. Dieser würde eine solche Maßnahme sehr begrüßen, wie es weiter heißt. Es würden immer wieder streunende und herrenlose Katzen abgegeben, die nicht vermittelbar sind.

Die meisten Katzen sind kastriert

Die meisten Besitzer lassen nach Auskunft des Tierschutzvereins ihre Tiere ohnehin kastrieren, aber eben nicht alle. Immer wieder gebe es dann Würfe, um die sich niemand kümmere.Eine entsprechende Verordnung würde Katzenhalter stärker in die Pflicht nehmen. Wo sich ein Tier nicht einem Besitzer zuordnen lässt, müsste auch mal die Stadt eine Kastration übernehmen, aber das halte sich nach der Erfahrung anderer Kommunen in engen Grenzen, schreiben die Grünen weiter.

Müllheim als Vorbild

Die Stadt Müllheim etwa habe seit 2021 eine Katzenschutzverordnung. Die Stadt habe seither in nur vier Fällen tätig werden müssen. Entscheidend an einer Verordnung wäre das Signal, dass sich die Halter darum kümmern müssten, dass sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren.