In Schwarzenberg ist der Bau eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Pferdehaltung geplant. Dagegen hat die Gemeinde Schömberg nichts einzuwenden. Sie stellt aber eine Bedingung.
Im Außenbereich von Schwarzenberg soll ein landwirtschaftliches Bauvorhaben entstehen. Geplant ist eine Pferdehaltung mit Unterstand und Freilauffläche. Hinzu kommt eine Lager- und Abstellfläche für landwirtschaftliche Geräte und Material. Vorgesehen sind dafür zwei Grundstücke. Eines liegt am Waldrand.
Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich. Dort sind nur Projekte für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke zulässig. Außerdem dürfen öffentliche Belange dem Vorhaben nicht entgegenstehen. Eine ausreichende Erschließung muss gesichert sein, stellt die Gemeinde Schömberg klar.
Grünland bewirtschaften
Der Bauherr plant nach eigenen Angaben einen landwirtschaftlichen Betrieb, in dem Grünland bewirtschaftet und Mutterkuhhaltung betrieben werden, heißt es vonseiten der Gemeinde.
Das Vorhaben sorgte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt für Diskussionen. Unstrittig war die Pferdehaltung an sich. Der Ausschuss segnete sie einstimmig ab. Debatten gab es über mögliche Container für den Mist der Tiere auf dem Grundstück am Waldrand. Diese Frage beschäftigte auch den Ortschaftsrat von Schwarzenberg, wie Ortsvorsteher Steffen Linder (UWV) in der Ausschusssitzung deutlich machte. Der Ortsvorsteher sagte, dass der Container am Waldrand zeitlich befristet stehe und danach auf Dauer wegkomme.
Furcht vor Dauerzustand
Jörg Krax (MUZ) fragte nach der Alternative. Linder antwortete, dass es diese nach einer Übergangsfrist gebe. Sie solle auf dem anderen Grundstück verwirklicht werden, das nicht am Waldrand liege. Krax dagegen fürchtete, dass aus einem Provisorium ein Dauerzustand werden könnte: „Da passiert sowieso nichts.“ Friedbert Stahl (CDU) machte deutlich, dass seine Fraktion kein Problem mit dem Projekt habe. Es sollte aber der Einwand des Ortschaftsrates berücksichtigt werden.
Clemens Bohnenberger (UWV), selbst vom Fach, sagte in der jüngsten Ausschusssitzung, dass das Problem des Sickerwassers beim Mist gelöst werden müsse.
Bürgermeister Matthias Leyn geht ohnehin davon aus, dass die Abteilung für Landwirtschaft und Naturschutz im Landratsamt sich das Ganze sehr genau ansehen werde. Dem Ortschaftsrat von Schwarzenberg wiederum gehe es vor allem um das Ortsbild, wie Linder auf eine entsprechende Nachfrage von Leyn deutlich machte.
Andere Lösung finden
Auf Vorschlag des Bürgermeisters einigte sich der Ausschuss darauf, die Container für den Mist am Waldrand für die Dauer von drei Jahren ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Baugenehmigung zu dulden. Innerhalb dieser Frist sollen der Bauherr und die betreffende Fachabteilung im Landratsamt eine andere Lösung finden.
Lediglich Katja Rathfelder (MUZ) enthielt sich der Stimme. Sie verstand die Strenge in diesem Fall nicht. Es passe nicht zu dem, wie andere Vorhaben beurteilt worden seien.