Zum Thema Hundekot-Tüten schreibt unsere Leserin Irene Datke.
Natürlich wieder mal ein Aufreger, Hundekot, oder besser gesagt zum Aufreger stilisiert worden in den vergangenen Jahren.
Komisch, dass man Jahrhunderte damit leben konnte, ohne Kot einzutüten und ohne Empörung, Natur und Tiere waren noch nah am Menschen dran. Mir geht es um die Verhältnismäßigkeit, da auch die Gülle der Bauern kein heiliges Gut ist, wie immer dargestellt, beides sind natürliche Ausscheidungen von Tieren und kein Gift.
Wobei Gülle in der Menge mehr Potenzial hat die Umwelt zu belasten und tief ins Grundwasser geht. Schweinegülle kann multiresistente Keime und Antibiotika enthalten, die durch den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung entstehen, nebst Salmonellen, Parasiten oder anderen Bakterien.
Es wird entwurmt
Da kann Hundekot nicht mithalten, da die Mehrheit der Hunde regelmäßig entwurmt wird und Neospora caninum nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen überhaupt nicht so verbreitet wird, wie immer behauptet (nur sieben von 25 000 Proben waren positiv/Friedrich-Löffler Institut).
Kot einzutüten macht an gewissen Plätzen Sinn, aber an ganz vielen auch nicht, so in freier Natur, auf Kuhwiesen nimmt man Rücksicht. Wegen anderer Tiere wird draußen auch nix eingetütet. Und lange will niemand mit einer Kot-Tüte rumlaufen, was man verstehen kann. Habe keinen Hund, aber ehrlich gesagt, haben wir nicht andere Probleme?
Irene Datke, FreiburgSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.