Mit Keschern retten die Helfer die Erdkröten aus einem Schacht am Donisweiher in Königsfeld. Foto: Schwarzwaldverein Königsfeld

48 Erdkröten konnten von Helfern am Donisweiher in Königsfeld geborgen werden.

Erdkröten von Amphibienhelfern am Schutzzaun einzusammeln, über die L 177 zu tragen, auf dem Golfplatz Königsfeld auszusetzen und dann zu erfahren, dass die so geretteten Tiere vielleicht in einem Schacht verenden müssen, das passt nicht zusammen, so der Schwarzwaldverein Königsfeld.

 

Am Freitag hatte eine Patientin der Klinik am Doniswald darauf aufmerksam gemacht, dass im Überlauf-Schacht des Donisweihers zahlreiche Amphibien festsäßen und sich aus eigener Kraft nicht befreien könnten.

Ursächlich war der Wasserspiegel, der durch die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen am Boden des Schachtes zwischen zwei Schleusentoren so weit abgesunken war, dass die Tiere nicht mehr ins Freie gelangen konnten.

Mit einem langen Kescher

Und so begann am darauffolgenden Samstag eine Rettungsaktion. Da sich die Grube von oben her nicht komplett öffnen ließ, mussten die Amphibien mit einem langen Kescher einzeln eingefangen und herausgehoben werden.

Sowohl der Leiter des örtlichen Bauhofs, Andreas Weisser, als auch Norbert Fobel, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Königsfeld, sowie weitere Helfer trugen mit Rat und Tat, Werkzeugen und Materialien zum Gelingen bei. Nach mehr als vier Stunden waren 48 Erdkröten geborgen und wurden mehr oder weniger geschwächt, aber noch lebend, in andere Gewässer des Golfplatzes ausgesetzt. Der Schacht wurde anschließend mit Drahtgeflecht so gut abgesichert, dass keine Tiere mehr hineinfallen können.