„Das Landratsamt ist wohl überfordert“, meint zumindest unser Leser Hartmut Polet aus Mühlheim in Bezug auf die Biber-Problematik.
Der Biber ist in Mühlheim seit 2022 bekannt. Dem FDP-Abgeordneten Daniel Karrais wurden damals die Probleme am Mühlenkanal gezeigt. Zwischenzeitlich sind die Biber im weiteren Mühlbachverlauf verbreitet. Und seit 2025 auch im Weiherbach, wo nun eben die großen Seen angestaut sind.
Die Aktivitäten habe ich an die Untere Naturschutzbehörde gemeldet, so dass es dann auch die erste Begehung mit dem Biberbeauftragten der Unteren Naturschutzbehörde gab. In Mühlheim wird der Verlauf des Mühlenkanals durch keinen ausgebildeten Biberbeauftragten kontrolliert. Biber und Bisamratten sind im Mühlenkanal und auch im Mühlbach aktiv. Das Landratsamt ist wohl überfordert, denn die Biber sind auch an anderen Orten aktiv.
Politik soll Rahmenbedingungen ändern
Dass nun aus dem Bibersee am Weiherhof eine Eisbahn wird, die über Feldweg angefahren wird, müsste auch die Stadtverwaltung Sulz zum Handeln veranlassen. Das Schlittschuhlaufen auf einem privaten Grundstück muss der Pächter oder Besitzer mit Warnschildern verbieten. Der Biber breitet sich immer mehr aus. Es fallen immer mehr Bäume. Wir haben immer mehr Bisamratten. Handeln ist erst möglich, wenn die Politik die Rahmenbedingungen ändert. In Bayern hat man bereits gehandelt.
Die Lage im Weiherhoftal ist kompliziert. Zuletzt hatte ich mit dem ehrenamtlichen Naturschutzwart des Landkreises Ludwig Schrägle 2025 einen Einsatz an den Fischweihern. Ein Biber hatte den Auslauf in einem Becken verstopft und musste mit einem Kescher aus dem Becken gerettet werden. Es gibt noch viel zu tun, aber wer macht diese Arbeit in Mühlheim, Renfrizhausen und Bergfelden? Seit 2022 beobachte ich nun die Biber und habe einige Probleme verhindern können.
Hartmut Polet, Sulz-MühlheimSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.