Foto: Jambrek

Der Bürgerball in Schiltach bot am Samstagabend reichlich Gelegenheit, um über die Aufführung des bunten Programms hinweg ins Lächeln zu kommen. Gleichzeitig war das Programm unter anderem auch tiefsinnig und bot fundierte Tipps für ein glückliches Leben. Hier sind die Bilder.

Für letzteres war vor allem Tatiana Widmann verantwortlich, die nicht nur die erste Nummer des Abends der Narrenzunft Schiltach aufführte, sondern auch humorvoll und charmant als Moderatorin durch das Abendprogramm führte.

Für das Glück brauche es etwa eine gewisse Gelassenheit, wie sie sich zum Beispiel bei der Liedzeile „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da, habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar“ ausdrückt. Klar, dass Widmann diese Liedzeilen auch mit ihrer Gitarre und Gesang vorträgt, obwohl sie ihre musikalische Expertise auf der Bühne eher als gering beschreibt.

Wichtig für das Glück sei etwa die Familie und gute Freunde sowie die Geselligkeit, führte Widmann erklärend aus. Und machte anschließend mit den Besuchern den Praxistest und ließ sie „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ singen. Und zwar solange, bis die Gemütlichkeit tatsächlich allen Besuchern in Gesicht geschrieben schien.

Der Start des Abends kam also besonders tiefgründig daher, Widmann beschrieb ihre eigene Nummer als philosophisch geprägt und zog auch die Parallele zu einer Predigt, was gut sei, da dann der sonntagliche Gottesdienstbesuch ruhig ausbleiben könne. Damit traf sie fast ins Schwarze, lediglich der Gottbezug dürfte bei einer guten Predigt noch etwas größer sein.

Absprünge ins kalte Nass

Es schlossen sich weitere Auftritte an. So traten die Synchronschwimmer Schiltachs auf, deren Leistungen der Ankündigung nach auf Olympianiveau liegen. Von den Kenntnissen, Fertigkeiten und gekonnten Absprüngen ins kalte Nass, konnten sich die Zuschauer dann selbst überzeugen. Die vergangenes Jahr verstorbene Tina Turner stand in Form eines Imitators für eine Nummer von den Toten auf.

Eine ganz besondere Nummer stand beim Übergang von Kabarett, Satire und Ähnlichem zum musikalisch geprägten Teil des Abends mit Begleitung der Stadtkapelle Schiltach an: Mitglieder der Narrenzunft zeigten unter Schwarzlicht mit bunt strahlenden Anzügen ihr tänzerisches Können. Der Auftritt der Stadtkapelle Schiltach, die dieses Jahr auch noch ihr 150-jähriges Bestehen feiern wird, kam bei den Besuchern des Schiltacher Johanes-Saals ebenfalls sehr gut an.

Vielen Schiltachern hatte es etwa das Lied „Schwarzwaldmarie“ angetan. Dabei geht es inhaltlich sowohl um die romantische Liebe und Treue als auch die regionale Verortung dieser Liebe in unserer Region.

Spätestens mit dem Spielen dieses Lieds war dann auch wieder der Bezug zu Widmann hergestellt, die in ihrer Ansprache auch die Liebe und den Spaß am Leben thematisiert hatte.