Mit diesem Fahrzeug startet der Sunthausener Thorsten Held am Nürburgring. Foto: Privat

Der Sunthausener Thorsten Held fährt mit einem Porsche bei der 54. Auflage des internationalen ADAC-24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring.

Der 47-jährige Kältetechnikunternehmer fährt beim Motorsportklassiker einen Porsche Cayman des im Eifelstädtchen Mosburg beheimateten Teams Pure Racing by Mohr.

 

Held nimmt bereits zum zehnten Mal beim Höhepunkt des deutschen Rundstreckenrennsports teil, nachdem keine Grand-Prix-Rennen mehr ausgefahren werden.

Das Cockpit des rund 350 PS starken Porsche teilt sich Held mit den Fahrern Hendrik Heimbach, Andreas Hansen und Peter Baumann. Der Wagen ist in der seriennahen V5-Klasse gemeldet. Lediglich Fahrwerk, Bremsanlage sowie sicherheitsrelevante Komponenten wie Überrollkäfig oder Schalensitz durften für den Rennbetrieb angepasst werden. Motor und Getriebe bleiben serienmäßig.

Gefahren wird das Rennen auf einer 25,378 Kilometer langen Kombination aus der legendären Berg- und Talbahn-Nordschleife und dem modernen Grand-Prix-Kurs.

Insgesamt 161 Fahrzeuge sind am Start. Die werksunterstützten GT3-Sportwagenteams von BMW, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes und Porsche mit ihren rund 600 PS starken Autos werden den Gesamtsieg vor über 250.000 erwarteten Fans unter sich ausmachen – das Rennen ist ausverkauft. Dafür mitverantwortlich ist die Teilnahme des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen, der in einem Mercedes beim Rennen als Mitfavorit gilt.

Wetter eine Herausforderung

Viele knifflige Überhol- und Überrundungsmanöver werden das Rennen mitprägen. Auch die Wetterkapriolen am Ring werden wieder eine Herausforderung darstellen. Held, der bei Fahrtrainings (auch am Nürburgring) als Instrukteur tätig ist und bei den legendären Schwenninger Hammerstatt-Revivals das Pacecar chauffierte, absolvierte für das neu eingestiegene Pure-Team by Mohr auf der Eifel-Achterbahn bereits im März ein erfolgreiches Testrennen.

Die bisherigen neun Teilnahmen beim 24-Stunden-Rennen zeigen eine gemischte Bilanz für Held auf. Der Familienvater fuhr schon zum Klassensieg, musste indes auch einige Erlebnisse verzeichnen.

Im letzten Jahr kam es im Best-Porsche im Streckenbereich Eschbach in Richtung Brünnchen mit dem etwas übermütigen Japaner Umemoto Junichi in einem Cupra TCR-Tourenwagen zu einer Kollision, noch vor Einbruch der Nacht und ausgerechnet mit seinem Teamkollegen. Der „Big Moment“ war live im Fernsehen zu sehen.

Bei der unglücklichen Situation schlug Held ziemlich heftig rückwärts in die Leitplanken ein und verformte dabei seinen Zuffenhauser Boliden erheblich. Indes: Das Auto konnte geborgen werden und wurde per Abschleppwagen an die Boxen zurückgebracht. In einer langen Nachtschicht „bogen und klopften“ die Mechaniker das Auto wieder gerade. So wurde Held in der Schlussphase als Geburtstagskind nochmals ins Rennen geschickt. Bei der glücklich noch erlangten Zielerreichung mit dem 86. Platz im Gesamtklassement machte er sich so selbst ein ganz besonderes Geschenk.