Im Bereich der Bushaltestellen in Burgberg soll eine Querungshilfe entstehen. Die momentan vorhandenen Haltebuchten würden dann aber wegfallen.Foto: Moser Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Barrierefreier Ausbau des Bahnhofes Thema im Ausschuss für Umwelt, Technik und Verkehr

Der barrierefreie Ausbau des Busbahnhofes in Königsfeld sowie jeweils einer zentralen Haltestelle in den Ortsteilen war Thema im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr. Zwei Halte-stellen mussten umgeplant werden.

Königsfeld. Bürgermeister Fritz Link berichtete von "intensiven Verhandlungen" mit allen betroffenen Grundstücksbesitzern. In der Brunnenstraße in Neuhausen gelang es nicht, Flächen zu bekommen.

Er bedaure das sehr, aber man könne und wolle niemanden enteignen. Die seit Jahrzehnten bewährte Busbucht müsse entfallen, Busse auf der Straße halten. Die Situation werde verschlimmbessert, die Einsehbarkeit in die Straße sei relativ schlecht. Auch könne es zu Stau in beiden Richtungen kommen, sollten auf beiden Straßenseiten Busse halten.

Laut Jörg Volk, Geschäfts-führer der "Civil Around GmbH" aus Freiburg, welche die Entwurfsplanung über-nahm, bleibt die westliche Busbucht erhalten, die östliche wird aufgegeben.

Das Halten des Busses auf der Straße sei nicht außerge-wöhnlich. Es gebe diesbezüglich gute Signale der Behörden. Man müsse aber eine Verkehrsschau abwarten.

Axel Maier wollte wissen, warum man die jetzige Bus-bucht nicht weiter nutzen kann. Laut Volk müsste die für Barrierefreiheit vergrößert werden. Link wies darauf hin, dass man auch eine Verschiebung nach Westen untersucht habe, wozu aber auch Grunderwerb nötig wäre. Beide Lösungen waren nicht möglich. "Wir haben wirklich alle Anstrengungen unternommen."

In Burgberg soll beim Gast-haus Kranz eine Querungs-hilfe insbesondere für Grundschüler entstehen. Auch hier sei das Manko, dass der Bus dann auf der Straße halten müsse, so Link. Die Fahrbahn wird laut Volk wegen der Querungshilfe verschwenkt. Auch hier sei er bezüglich einer Genehmigung sehr zu-versichtlich. Er wies auf die Schwierigkeit der vorhandenen Brücken hin, in die man nicht eingreifen könne.

Stefan Giesel sah den Aus-stieg der Schüler kritisch, da Autos rechts am Bus vorbeifahren würden. Laut Volk müssen die aber hinter dem Bus warten.

Franziska Hornscheidt sprach von einer "guten Lösung", da Autofahrer um die Verkehrsinsel herumfahren müssten und es maximal zu einem Blechschaden komme.

Ortsvorsteher Tomas ­Lemcke sah die Querungshilfe als Verkehrsberuhigung. Laut Thomas Fiehn wird in der 30-er Zone "immer sehr schnell gefahren". Es sei ein Wunder, dass da noch nichts passierte. Auch laut Bernd Möller hält "eine sehr hohe Prozentzahl" der Fahrer die Geschwindigkeit nicht ein.

Link wies darauf hin, dass die Bushaltestelle Richtung Bachmitte verschoben werde, was die Verkehrssicherheit deutlich verbessere. Er sei dankbar für den ermöglich-ten Grunderwerb. Es handle sich um eine deutliche Auf-wertung der Ortsmitte. Die öffentliche Buch-Entleihstelle könnn aber nicht an der Haltestelle bleiben.

Laut Volk wurde das Projekt mittlerweile ins Förderprogramm aufgenommen. Nun könne man in die entsprechenden Anträge einsteigen. Nach deren Genehmigung und der Ausschreibung könnte der Bau im zweiten Quartal 2022 beginnen und im vierten Quartal beendet sein.

Link wies darauf hin, dass die Gemeinde im Zuge der Umstellung des Nahverkehrs-plans zum Ausbau der Halte-stellen verpflichtet ist und dies eine große finanzielle Belastung darstellt. Die Taktung der Busse werde sich aber deutlich verbessern. Laut Volk dürften die Kosten bei etwa 800 000 Euro liegen, die vorgestellten Änderungen sollen sich nicht negativ auswirken. Zuschüsse seien sehr variabel, könnten aber sicher-lich bei 50 bis 60 Prozent liegen.

Der Ausschuss nahm die Planungen zustimmend zur Kenntnis.

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