In dieser Szene wird der Schockanruf vorgeführt. Foto: Christel Paskal

Ein Theaterstück in St. Georgen zeigt auf, wie Betrüger versuchen, an Geld zu kommen.

Einen interessanten Nachmittag erlebten die Besucher in der katholischen Unterkirche. Elisabeth Weißer von den Einrichtungen der Evangelischen Altenhilfe St. Georgen begrüßte zu „Vorsicht Abzocke“ das Generationentheater vom Generationenhaus Linde 13 aus Oberndorf mit der Leiterin Gabriele Schneider.

 

Seit November 2023 sind diese inzwischen 21 Mal im Gebiet des Polizeipräsidiums Konstanz aufgetreten. Vom Referat Prävention aus Villingen-Schwenningen unterstützte der Erste Polizeihauptmeister Ronald-Hugo Biegler die Veranstaltung.

Auf der Bühne ist ein unordentliches Wohnzimmer zu sehen. Vor der Couch liegen unzählige Bierflaschen und Getränkedosen und leere Tüten von Knabbereien. Die Schauspieler hatten sich vier immer wieder vorkommende Betrugsfälle ausgesucht und den Anwesenden präsentiert.

Von Schockanruf bis zu Liebesbetrug

Es ging um den Schockanruf, bei dem die Enkelin verunfallt ist. Nun wird Geld verlangt, damit sie nicht eingesperrt wird. Liebesbetrug im Internet wird täuschend echt aufgeführt. Der Einbruch in der Nachbarschaft gibt allen zu denken. Ebenso der präsentierte Betrug der angeblichen Hausbank.

Beinahe hätte man glauben können, dass man in den Fall verwickelt ist, so blendend haben die Mitwirkenden die Zuschauer überzeugt.

Polizei verlangt nie Bargeld

Ronald-Hugo Biegler verdeutlichte nach den einzelnen Szenen, dass die Polizei nie Geld verlangt. Sie komme nicht an die Haustür, um Bargeld abzuholen. Vor falschen Dienstausweisen warnte er. Die Betrüger wollten nur an Geld kommen, es werde mit Emotionen gespielt. Die Dunkelziffer sei sehr hoch, viele Betrogene schämten sich und erstatteten deshalb keine Anzeige.

Die Telefonnummer 110 werde von der Polizei für Anrufe nicht verwendet. Sondern stets die Telefonnummer des zuständigen Reviers.

Beim Liebesbetrug im Internet sind zwischenzeitlich nicht nur ältere Menschen betroffen, auch jüngere werden betrogen.