ie achte Klasse der Freien Waldorfschule Lörrach bringt den „Sommernachtstraum“ ausdrucksstark und humorvoll auf die Bühne – und erntet bei allen drei Aufführungen großen Applaus.
Liebe, Magie und ein wenig Chaos. Die achte Klasse der Freien Waldorfschule Lörrach entführte mit „Ein Sommernachtstraum – or lord, what fools these mortals be!“ (auf Deutsch: „Herr, was für Narren diese Sterblichen sind“) das Publikum in ein kurzweiliges und zauberhaftes Theateruniversum und erntete an allen drei Aufführungen reichlich Applaus.
Unter der Regie von Theatermacher und Pädagoge Alexander Stutz zeigten die jungen Darsteller eine eigenständige Interpretation des berühmten Klassikers von William Shakespeare. In der Verwechslungskomödie geht es laut Programminfo „um Liebe, Eifersucht und magische Verirrungen und darum wie schnell eine scheinbar geordnete Welt ins Chaos stürzen kann.“
Aus einer romantischen Flucht wird ein turbulentes Verwechslungsspiel „aus Liebe, Macht und Magie“ und endet mit einem überraschenden, unterhaltsamen Finale. Die Schüler erweckten Shakespeares Figuren kreativ, ausdrucksstark und mit sichtbarer Spielfreude zum Leben.
Die Idee zur Inszenierung kam aus der Klasse selbst
Auch das stimmungsvolle Bühnenbild, die passenden Kostüme und die musikalischen Elemente, teils mit eigenen Gesangseinlagen, trugen zum Gelingen des Stücks bei. Auf die Frage, wie die gemeinsamen Proben erlebt wurden und wie es zu dieser Inszenierung kam, erläutert Stutz im Gespräch: „Der Impuls zur Inszenierung kam aus der Klasse selbst. Mir war es wichtig, nahe an ihren Fragen, ihrem Humor und ihrer Sicht auf die Welt zu bleiben. In den Proben ging es deshalb nicht nur um Shakespeare, sondern um ein gemeinsames Denken, Zweifeln und Entdecken“, so Stutz.
Das Theaterspiel hat an der Waldorfschule eine lange Tradition und ist ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Durch das Spielen auf der Bühne sollen die Schüler wichtige Fertigkeiten entwickeln und ihre sprachliche, körperliche und künstlerische Ausdrucksfähigkeit stärken.
Ziel des Theaterprojekts ist es zudem, durch das gemeinsame Proben und Aufführen eines Stückes das Selbstvertrauen der Schüler zu stärken und die Klassengemeinschaft zu festigen. „Das Theater wurde während der Proben zu einem Raum, in dem jede Stimme Gewicht bekam und aus vielen Einzelnen allmählich ein Ensemble wuchs. Diese Offenheit und Spielfreude auf der Bühne zu erleben, ist ein Geschenk und vielleicht der deutlichste Beweis dafür, dass Theater mehr sein kann als Darstellung: ein Ort, an dem Gemeinschaft entsteht und Menschen über sich hinauswachsen“, sagt Stutz.