Unerwartet taucht auch eine Tänzerin im Stück auf Foto: Wagner

Das Theaterensemble des Akkordeonorchesters Beffendorf begeistert mit einer humorvollen Inszenierung von „Lebst du noch oder stirbst du schon“.

Drei überaus unterhaltsame Stunden präsentierte das Theaterensemble des Akkordeonorchesters Beffendorf seinem Publikum am jüngst in der ausverkauften Festhalle.

 

„Männergrippe“ oder „Lebst du noch oder stirbst du schon“ hatte Jennifer Hülser ihre Komödie überschrieben und die Schauspieler widmeten sich diesem ernsten Thema in einer Art und Weise, die beim Publikum nicht nur langanhaltenden Beifall, sondern auch Lachsalven auslöste.

„Ich glaub ich krieg Halsweh“

Harry Hurtz mimte den Alexander Humbold dessen Leidensgeschichte mit dem Satz: „Ich glaub ich krieg Halsweh“ eigentlich ganz simpel begann. Daraus entwickelte sich aber eine sehr verzwickte Geschichte die den Zuschauern authentisch vor Augen führte, wie gefährlich solch einen Männergrippe doch sein kann. Eigentlich wollte Alexander ein unbeschwertes Angelwochenende mit seinen Kumpels Ingo (Fabian Frey) und Torben (Klaus Fischer) nach dem Motto: „Mit der Rute in den Händen werden Männer zu Legenden“ verbringen. Seine Gattin Anna (Silvie Schmidt) hatte vor sich mit ihrer alten Freundin Isabell (Sophia Kolb) zu treffen um über alte Zeiten zu sprechen. Die schwere Erkrankung Alexanders allerdings machte allen einen Strich durch die Rechnung.

Das Angelwochenende wurde in die gute Stube verlegt, die zur Müllhalde mutierte und nur Mama Gertruds (Meggi Züfle) Grießschnitten mit warmem Apfelmus hielten den kranken Alexander einigermaßen am Leben.

Ein Notar (Pascal Flaig), die Nackttänzerin Rosi (Rosalie Roth) sowie das Bestattungsteam „Klappe zu und Ruh“ (Ida und Michael Roth) sorgten für allerlei Verwirrung, die bis hin zum Ehezwist zwischen Alexander und seiner Anna führte. Dr. Gruber (Valentin Kolb) sorgte mit seinem enormen Fachwissen dafür, dass die Männergrippe geheilt werden konnte und auch die Ehe von Anna und Alexander wurde gerettet. Die Rolle des an Männergrippe erkrankten Alexander war Harry Hurtz regelrecht auf den Leib geschrieben und er glänzte mit seiner Mimik und seinen oft spontanen Zugaben, die nicht im Drehbuch standen. Aber auch die anderen Schauspieler lebten ihre Rollen und bezogen die Zuschauer in die Handlung mit ein.

Thomas Hug als Regisseur, Marian und Christian Hug an der Technik sowie Karin Hurtz als Souffleuse und Doris Heizmann in der Maske sorgten hinter den Kulissen für einen gelungenen Theaterabend.