Axel Clesle Foto: PPFotodesign.com

Die Jugendtheatergruppe Die Rapsoden unter der Leitung von Axel Clesle spielte an diesem Mittwoch erstmals im Theater Rampe.

Die Jugendtheatergruppe Die Rapsoden unter der Leitung von Axel Clesle spielte am Mittwoch erstmals im Theater Rampe.
 
Stuttgart – Herr Clesle, um was geht es in der von Ihnen konzipierten Musikrevue „Die märchenhafte Rückkehr des King Al „Fizz“ Preschle“?
Es geht um einen früheren Rockstar, der im Altersheim gemobbt wird. Für ein Festival wird er wieder entdeckt und kommt groß raus. Das habe ich mir ausgedacht, konkret entwickelt haben es die Jugendlichen der Gruppe Rapsoden.
Was hat es mit den Rapsoden auf sich?
Die gibt es seit 2008. Mit den prominenten Musikern, dem Bassisten Wolfgang Schmid und dem Sänger Luis Baltes, sind es jetzt 17 Teilnehmer. Die Jugendlichen kommen aus der sozialen Brennpunktarbeit Stuttgart-Mitte, seit 2011 sind auch Behinderte aus der Nikolauspflege dabei. Das Verhältnis zwischen Behinderten und Nichtbehinderten liegt bei 70 zu 30 oder bei 60 zu 40. Genau kann ich das nicht sagen, ich mache keine Unterschiede. Jeder bringt hier seine Ideen ein und zeigt, was er kann. Und wir versuchen, dies in unsere Stücke zu integrieren. Wichtig ist dabei die Musik, das lockt die jungen Leute mehr als reines Sprechtheater. Genauso wichtig ist, dass sie sehen, dass auch Profis vor ihren Auftritten viel üben müssen. Denn viele kommen heute mit dem Blick auf die Fernseh-Castingshows nach dem Motto: Hauptsache Auftritt, irgendwas kommt schon dabei raus.
Wie kam es zu dem Auftritt in der Rampe?
Es ist das erste Mal, das wir dort spielen. Es wird uns ein Übungsraum in Aussicht gestellt, das erleichtert organisatorisch viel, finanziell leider nicht. Wir müssen Jahr für Jahr das Geld für unsere Projekte auftreiben. Ein SPD-Antrag auf Ensemble-Förderung ist leider gescheitert.

Die Aufführungstermine zum Stück und zu weiteren des Theater Rampe finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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