Liedermacher „Falk“ war im Theater im Deutschen Haus in St. Georgen zu erleben. Mit seinem bösen Humor begeisterte er das Publikum.
Mit netten auf der Akustikgitarre gespielten Melodien, aber mehr als einmal sehr bösem Humor unterhielt Liedermacher „Falk“ die Gäste im Theater im Deutschen Haus.
Der Titel „Unverschämt“ passte wie die Faust aufs Auge. Ute Scholz vom Theater freute sich über „viele neue Gesichter“. Falk reihe sich ein in die Liste der Preisträger, die in den vergangenen Monaten auftraten.
Falk begann die Vorstellung mit einer Ballade, um Leuten, die ihn nicht kennen zu suggerieren, dass es ein netter Abend werden könne. Bei Humor lohne sich ein Tritt in alle Richtungen und er hoffe, dass sich jeder im Laufe des Abends mindestens einmal angegriffen oder beleidigt fühlen möge.
Ein „Hasslied“ über Torben
Recht böse war beispielsweise ein „Hasslied“ über Torben, einen perfekten „Heimwerker mit romantischer Ader. Falks Talente lagen scheinbar eher in bösen Taten wie dem Vertauschen von Babys auf der Säuglingsstation oder dem Benutzen der Schildkröte der Freundin als Hockeypuck.
Erheiternd und lehrreich zugleich war ein Lied über alte Wörter wie Kokolores, Techtelmechtel, Fisimatenten oder Verhohnepipeln.
Böser Humor fand sich auch in einem Lied über alternative Erziehungskonzepte, hässliche Bilder von vorlaut-frechen Gnomen und Pferdewurst statt einem Pony. Nachdenklich gab sich Falk in einem Lied über „Lappalien, die ausreichten, um jemanden als Kind zum Abschaum zu machen“.
Zahnpflege im Mittelalter
Er erinnerte daran, dass früher nicht alles besser war, die Zahnpflege im Mittelalter eher auf niedrigem Niveau und man sich Prügelstrafe auch nur für Manche zurückwünsche. Geschmackssache war sicher ein Lied mit Versen wie „Eigenurin-Therapie, so glücklich warst du noch nie“.
In einem positiven“ Stück sang Falk darüber, dass schlaffe und unfruchtbare Männer zumindest nicht von Blagen genervt würden oder man nie mehr joggen müsse, wenn man seine Beine verlöre.
Dumme Melodien
Auch an Kinderliedern versuchte er sich. Deren Merkmal seien dumme, eingängige Melodien mit wichtiger Botschaft. Das folgende Lied über „Die Libelle“ war ebenso kurz wie deren gewaltsam beendetes Leben.
Offensichtlich kritisch ging Falk mit Religion um, denn „nur weil etwas sehr tröstend ist, ist es nicht wahr“. Zum Ende hin hatte Falk ein „Mitmachlied für Leute, die bei Liedern nicht gern mitmachen“ dabei, in dem es um Björn ging, der ähnlich wie bei „Mein Gott, Walter“ nicht unbedingt der geschickteste Handwerker war.
Trotz oder vielleicht gerade wegen vielen recht bösartigen Texten zeigte sich das Publikum sehr angetan und bedankte sich mit viel Applaus.