Die Kolpingsfamilie Mühlenbach startete mit ihrem Theaterabend ins neue Jahr. Von den neun Akteuren wurde auf der Bühne das Stück „Geschenk(t) zu teuer“ aus der Feder Bernd Kietzkes zum Leben erweckt. Vor allem die Authentizität des Stücks nahmen die zahlreichen Besucher wohlwollend auf.
Die Gemeindehalle war schon sehr früh für den Theaterabend der Kolpingsfamilie voll besetzt. Bereits kurz nach Öffnen der Halle bildete sich eine lange Schlange. Aufgeführt wurde die Komödie „Geschenk(t) zu teuer“ von Bernd Kietzke, die von den Mitgliedern der Kolpingsfamilie einstudiert worden war. Unter der Regie von Markus Uhl hatten die neun Laienschauspieler, unterstützt von Souffleuse Sabrina Burger, das lustige Stück auf die Bühne gebracht. Und es sorgte dafür, dass man am nächsten Tag einen ordentlichen Muskelkater vom Lachen hatte.
Geschichte wie aus dem heimischen Alltag
Die Geschichte war so alltäglich, dass viele der Besucher Parallelen zum eigenen Leben erkennen konnten. Alles fing am Vortag eines großen Ereignisses an, bei der fiktiven Familie Bayer in Mühlenbach. Heidrun (Julia Kopp) und Roland Bayer (Bernd Burger), genannt Rollo, hatten am nächsten Tag Silberhochzeit und wollten diese am Wochenende groß in der Gemeindehalle feiern. Die Vorbereitungen liefen auf vollen Touren und beide wurden von Tochter Jasmin (Sonja Bührer) unterstützt, die selbst bald ihren Schatz Patrick Lind (Ludwig Buchholz) heiraten will und somit gleich üben kann.
Der Hochzeitstag selbst sollte im Familienkreis gefeiert werden. Das große Problem war, dass Rollo keine Idee hatte, was er seiner Frau schenken könnte. Seine Frau mutierte derweil zum „Hausdrachen“, um endlich zu erfahren, was sie Schönes bekommt. Doch da war noch Hansi Fröhlich (Winfrid Matt), der seinem alten Freund Rollo zur Seite stand, ebenso wie der Schwiegersohn. Hansi Fröhlich hatte allerdings auch selbst ein schweres Los, denn seine ungeliebte Ex-Frau Silke (Sophia Uhl) war die beste Freundin Heidruns.
Da Heidrun für den Ehrentag besonders schön aussehen wollte, hatte sie Visagistin Veronique la Fleur engagiert (Simon Hansmann, der die Rolle auf beachtlich hohen High Heels spielte). Pfarrer Gregor Blum (Alexander Himmelsbach), der neu im Ort war und gerne Hochprozentiges trank, versuchte, etwas über das Jubelpaar zu erfahren, traf die beiden aber nie an. Der russische, philosophierende Paketbote Immanuel Nietzsche (Massimo Oppermann), hatte tiefsinnige Weisheiten parat.
In letzter Minute hat Hansi, dank des neuen Pfarrers, die rettende Idee. Die Zuschauer erfuhren im dritten Akt, um was für ein Geschenk es sich handelte: Der Ehemann wird sich nackt als lebendes Buffet auf den Esstisch drapieren lassen. Die Männer besorgten die Zutaten und Rollo ließ die Hüllen fallen. Hansi brachte ihn in die richtige Pose, doch dann kam ausgerechnet Frau Heidrun in den Raum. Hansi versuchte nun, zu retten was zu retten war.
Tochter Jasmin und die Visagistin übernahmen nun erfolgreich die Aufgabe, Rollo appetitlich zu drappieren. Heidrun war ganz aus dem Häuschen und jauchzte vor Freude über die Einsatzbereitschaft ihres Mannes. Mit so einem Geschenk hatte sie nun wirklich nicht gerechnet und das Paar war wieder ein Herz und eine Seele.
Fazit zum Stück
Das Publikum hatte in allen Akten viel zu lachen, wobei Akt drei den Höhepunkt bildete. Für Bernd Burger, der nur leicht bekleidet auf der Bühne war, gab es tosenden Applaus. Das Stück war gespickt mit gut gespieltem Wortwitz, was ankam. Alle Rollen wurden überzeugend gespielt, so dass es oft Zwischenapplaus gab oder die Schauspieler innehielten, um den Zuschauern Zeit zum Lachen zu geben.