Bald ist es so weit und das Nautle Theater spielt seine diesjährige Aufführung vor Publikum. Die Proben scheinen gut zu laufen. Das sagt Regisseurin Andrea Winter.
Die 42. Aufführung des Nautle Theaters in Gauselfingen wirft seine Schatten schon voraus. Das Publikum bekommt das Stück „Tequila, Bier & Buttermilch“ zwar erst im November zu sehen – die Proben laufen dagegen schon auf Hochtouren.
Anfang der Woche trafen sich die acht Darsteller sowie die Regie um Edeltraud Dietrich und Andrea Winter im Pfarrsaal Gauselfingen, um die Komödie in drei Akten von Anton Parth zum ersten Mal auf der Bühne mit der fertigen Kulisse zu proben.
Zur Kulisse wollen die Verantwortlichen noch nicht allzu viel verraten. Nur so viel sei gesagt: „Zum ersten Mal stellt die Kulisse keinen Raum, wie etwa ein Wohnzimmer, dar, sondern eine Begebenheit im Freien“, verrät Andrea Winter im Gespräch mit unserer Redaktion.
Zunftrat baut die Kulisse zusammen
Die Kulisse baut und bastelt der Zunftrat der Narrenzunft Nautle für die Theateraufführung. Auch für die Tüftler war es also dieses Jahr eine spezielle Herausforderung. Laut Winter haben sie diese aber absolut gemeistert.
Die Vorfreude, das merkt man Winter an, sei riesig. „Die Stimmung bei den Proben ist super, alle haben Spaß bei der Probenarbeit“, so die Regisseurin Winter. „Wir haben ja noch ein paar Wochen Zeit, bis es ernst wird. Aber wir sind schon jetzt sehr weit und auf einem guten Weg.“
Zu viel über das Stück sollte natürlich nicht verraten werden, aber eine kleine Orientierung geben die Theaterleute bereits: Zenzi lebt mit ihrer Tochter Burgl auf der verschuldeten Edelweißalm. In der Nachbarschaft bewirtschaftet Zenzis Bruder Bernhard mit seiner Frau Appolonia den gut laufenden Gasthof „Zum Alpenglühen“.
Darsteller sind Wiedereinsteiger
Um das Geschäft weiter anzukurbeln, soll ein echter Mexikaner das Alpenglühen in sein Programm aufnehmen und dazu eine Gondelbahn bauen. Der Tag des Treffens ist gekommen. Bald geht es drunter und drüber. Ein Verwirrspiel beginnt. „Zum Schluss nimmt die Geschichte eine unglaubliche, aber glückliche Wendung“, heißt es am Ende der Inhaltsangabe.
Die Rollen werden verkörpert von Michael Entress, Andrea Maier, Tobias Gorny, Martin Obajdin, Marco Maier, Birgitt Bade, Andrea Pfister und Annika Pfister.
Dem Ensemble ist das Nautle Theater keineswegs fremd. Alle Darsteller sind laut Winter Wiedereinsteiger, die bereits in vergangenen Aufführungen mitgewirkt haben.
Im Vergangenen Jahr etwa wurde das Stück „Drei Engel für Helmfried” aufgeführt. In diesem volkstümlichen Dreiakter ging es um das Muttersöhnchen Helmfried Gluck, seine Glucken-Mutter Gerda und den längst abgenabelten und von daheim ausgezogenen Bruder Friedhelm.
Vier Aufführungen geplant
Der lebt zwar inzwischen in einer festen Beziehung, aktiviert aber kurzerhand eine seiner alten „professionellen“ Freundinnen, die er noch in der Kurzwahl hat. Alles nur, um den jungfräulichen Bruder Friedhelm endlich einmal in die sinnlichen Freuden des Lebens einführen zu lassen.
Die Aufführungen des diesjährigen Stücks im Pfarrsaal Gauselfingen sind am 2. November um 19.30 Uhr, am 3. November um 15 Uhr, am 9. November um 19.30 Uhr sowie am 10. November um 15 Uhr. Der Eintritt beträgt neun Euro.