Larissa Kanstinger und Tamino Burk. Foto: Roger Müller

Theaterprojekt Wandel-Baar von Sabine Milbradt begeistert nach zweieinhalb Jahren endlich wieder die Zuschauer und sorgt bei drei Aufführungen für einen voll besetzten Mariensaal.

Dreimal Vorstellung – dreimal volles Haus – das ist die Bilanz des Laienschauspieltheaters von Regisseurin Sabine Milbradt mit ihrem Theaterprojekt "Wandel-Baar". Aufgeführt wurde der Agatha Christie Klassiker „Die Mausefalle“, und der Mariensaal entpuppte sich als der Aufführungsort schlechthin.

 

Hungrig nach langer Abstinenz

Auch das Publikum zeigte sich nach zweieinhalb Jahren Abstinenz des Laienschauspieltheaters begeistert. „Die Leute kamen zum Teil eine Dreiviertelstunde vor Vorstellungsbeginn in den Mariensaal, man wollte sich vor dem Stück schon einfinden, ein Gläschen Sekt trinken, und sich einfach wieder einmal treffen“, so eine begeisterte Regisseurin Sabine Milbradt. Und obwohl Agatha Christie ja eigentlich im Kriminalroman-Genre unterwegs ist, gingen die Zuschauer begeistert mit, und suchten förmlich jeden Lacher, der sich ihnen bot. „Das lag natürlich auch an unseren Schauspielern, die ihre jeweiligen Charaktere mit großer Spielfreude auslebten“, lacht Milbradt.

Die Theatermacher waren dann auch von der Besucherresonanz begeistert. Am Hauptvorstellungstag, dem Freitag, gab es sogar Besucher, die sich mit Stehplätzen begnügten. Das Publikum war breit gefächert, von jung bis alt war alles vertreten. Die Laienschauspieler wuchsen teils über ihre Rollen hinaus. Dennoch war dann bei der Premierenvorstellung die Aufregung bei allen Akteuren groß. Zwar sind es alle „alte“ Theaterhasen, dennoch fragte man sich, wie wird das Stück angenommen, kommen überhaupt Besucher, wie ist die Stimmung im Saal oder spielt man vor leeren Reihen?

Weit gefehlt

Aber weit gefehlt. Es wurde immer wieder geschaut, wie sich die Reihen füllen und mit den anwachsenden Besucherzahlen stieg auch die Motivation der Schauspieler.

Willkommen war auch die Pause während des Stücks. Die Besucher tauschten sich aus, ließen die ein oder andere Szene Revue passieren, und die Akteure auf der Bühne holten sich einen weiteren Adrenalinschub, um den Rest des Stückes dann noch einmal mit Bravour zu Ende zu bringen.