Das Ensemble bekam für das Stück „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“ viel Beifall. Foto: Reinhardt

Das Stück „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“ des Deißlinger Gassentheaters wird zu einem wahren Triumphzug der Schauspielkunst.

Der Samstagabend, wurde im Deißlinger Gemeindezentrum zu einem wahren Triumphzug für das Deißlinger Gassentheater. Mit der Aufführung des turbulenten Stücks „Es fährt ein Zug nach irgendwo“ von Winnie Abel landeten die großartigen Laienschauspieler einen Volltreffer.

 

Das Gemeindezentrum war bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Zuschauer dankten den Darstellern mit riesigem Applaus. Das Ensemble des Gassentheaters nahm die Deutsche Bahn gekonnt auf die Schippe.

Darsteller mit viel Spielfreude

Im Mittelpunkt des Geschehens stand der ICE 6948, der die Fahrgäste an einem trostlosen Provinzbahnhof, dem „Deißlinger Staatsbahnhof“, stranden ließ und damit ein herrlich witziges Nervenchaos auslöste. Ohne Handyempfang und ohne Aussicht auf Weiterfahrt entluden sich die Frustrationen der bunt gemischten Reisegruppe, die zusätzlich die Nachricht verkraften musste, dass sich womöglich ein Psychopath unter ihnen befand.

Ein besonderes Bühnenbild

Die Darstellerriege glänzte durchweg mit ihrer Spielfreude. Besonders hervorzuheben sind die Debütanten Leon Strelow als Polizist und Janine Steuer in der Rolle als Verschwörungstheoretikerin. Beide spielten ihre Rollen großartig, ebenso wie natürlich alle anderen auch.

Zum illustren Reigen der Charaktere gehörten Nadine Vögtle und Anita Strelow als die Kegelschwestern Larissa und Thea, Eva Natschke als Motivationstrainerin Sieglinde Sieg, Michael Schmitt als Landstreicher Reinhold, Natalie Mauerlechner als leicht irre Psychopathin Ilse sowie Julia Penck als Victoria, die gehetzte Business-Frau.

Ein emotionaler Abschluss

Hinter der Bühne sorgten die Souffleusen Elisabeth Baur und Melanie Maurer für den sicheren Textfluss. Das großartige neue Bühnenbild des trostlosen Bahnsteigs, das die passende Kulisse für das Chaos lieferte, wurde eigens von Ben Ferhati neu geschaffen. Die Bewirtung der zahlreichen Gäste übernahmen in bewährter Manier die Helfer des Musikvereins Deißlingen.

Zum emotionalen Abschluss des Premierenabends richtete Theaterchef Uwe Günter das Wort an das Publikum: „Jetzt ist ein Jahr Pause“, teilte Günter mit, bevor er eine vielversprechende Ankündigung machte: Dafür komme man 2027 wieder „auf die Bühne mit frischem Elan zurück.“

Weitere Vorstellungen

Weitere Vorstellungen

Mit diesem Versprechen auf ein Wiedersehen in zwei Jahren entließ das Deißlinger Gassentheater sein Publikum in die Nacht, das noch lange von den grandiosen Schauspielleistungen und dem urkomischen Bahn-Komplott schwärmen wird.

Eine weitere Abendvorstellung des Stückes ist am Samstag, 15. November, ebenfalls um 20 Uhr geplant. Zusätzlich gibt es eine Nachmittagsvorstellung am Sonntag, 16. November, um 14.30 Uhr.