Geballte Frauenpower: Die Schwestern lassen sich nicht verulken. Foto: Dürrschnabel

Das Chiemgauer Volkstheater war zu Gast in der Balinger Stadthalle. Mit dem Stück „Jetzt g’hörst da Katz“ von Ulla Kling konnten die Akteure die vielen Besucher hervorragend unterhalten.

Die Komödie in drei Akten handelt von einem scheinbar zufälligen Gast, der in das Haus der beiden Schwestern Mena, die trauernde Witwe (gespielt von Mona Freiberg) und Lore, der verhärmten Lehrerin (Tina Kern) sowie deren Nichte Petra, Boutiquebesitzerin, (Kristina Helfrich) kommt. Der durch und durch integer wirkende Finanzberater Gerald (Andreas Kern) sprühte nur so vor Charme und konnte damit die drei Frauen regelrecht um den Finger wickeln.

Angeblich hat sein Auto den Geist aufgegeben und er müsse ein paar Tage warten, bis es repariert wird. Stattdessen ist er hinter den Ersparnissen des Trios her. Er verspricht, das Geld gewinnbringend anzulegen. Doch in Wirklichkeit möchte der Betrüger mit seinem Liebsten Manuel (wird gespielt von Flo Bauer) eine Luxusreise in die Karibik machen.

Der Polizist ist nicht ganz echt

Doch die Frauen durchschauen zufällig den Schwindel und fangen an, einen Plan zu schmieden, wie sie wieder an ihr Geld kommen. „Den setz ma unter Druck, dass er nimmer woaß, ob er Mann oder Weib is,“ so das Motto.

Die Devise lautet „Jetzt g’hörst da Katz“: Mit reichlich Rizinusöl im Schnaps sorgen sie dafür, dass er erst einmal nicht aus dem Haus kann. Beim Versuch, vor der aufreizenden Petra zu flüchten, verstaucht sich Gerald zudem noch seinen Knöchel. So gelingt es den Frauen erst einmal, dem Hochstapler das Geld wieder abzunehmen.

Da erscheint plötzlich Gerald’s Freund Manuel als Polizist verkleidet. Für einen kurzen Moment scheint das Glück den beiden Männer doch zur Seite zu stehen. Aber am Ende können Mena, Lore und Petra den beiden Schwindlern die gerechte Strafe zukommen lassen. Mit viel Wortwitz konnte das Ensemble die Besucher in der Stadthalle begeistern und der Lohn dafür war ein anhaltender Applaus.