Moderator Moses W. sorgt für viele Lacher. Foto: Paskal

Weiße Beine, die Schiffe blenden, sprechende Toiletten und die Popopolster der Radlerhose – mit einer schrillen Mischung startete das Theater im Deutschen Haus in seine Geburtstagsfeier und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

St. Georgen - Äußerst erfreut zeigt sich Ute Scholz vom Theater darüber, dass Petrus ein Einsehen mit den Theaterleuten hat und das 20-Jährige am Samstag im Freien auf dem Parkplatz daneben gefeiert werden kann. Die Besucher sind wetterfest und haben Decken und Pullover dabei. Gut gelaunt erwarten sie Moderator Moses W., der vor 20 Jahren am Anfang seiner Karriere stand und hier vor nur zehn Gästen aufgetreten ist. Von ihm stammt die Idee zu "Kabarett meets Comedy".

 

Fürsorgliche Mamis treten Pommes-Konsum entgegen

Moses W. selbst begeistert die Anwesenden nicht nur mit seiner schauspielerischen Ader – auch seine Mimik und Gestik bringen die Zuhörer ein ums andere Mal zum Lachen. So erfahren diese vom Freibadbesuch, bei dem fürsorgliche Mamis eine gefüllte Kühltasche dabei haben, damit die Sprösslinge nicht die in ihren Augen ungesunden Pommes essen sollen. Urkomisch stellt er James-Bond-Titel vor und auch beim Grand Prix findet er Lieder, die es ihm und dem Publikum angetan haben.

Moses W. allein kann einen ganzen Abend gestalten. Diesmal hat er jedoch Gäste dabei. So Ill-Young Kim, der seines Namens wegen stets mit dem Diktator verwechselt wird. Kim ist in Deutschland geboren. Da seine Eltern aus Südkorea stammen, berichtet er, dass es dort inzwischen sprechende Toiletten gibt. Der Schwerpunkt seines Beitrags liegt auf der Mission Asien. Er meint, dort könnten zukünftige Arbeitgeber sein.

Eingehüllt in eine Rettungsdecke im Schatten

Die aus Bremen stammende Christin Jugsch ist als Kind wegen ihrer roten Haare stets gehänselt worden. Im Urlaub am Strand waren ihre Beine so weiß, dass diese vorbeifahrende Schiffe blendeten. Sie musste im Schatten bleiben, eingehüllt in eine Rettungsdecke, um ja keinen Sonnenbrand und keine weiteren Sommersprossen zu bekommen. Mit ihrem Neffen erlebt sie im Schwimmbad manch Kurioses und wird gefragt, warum sie als Erwachsene die Wasserrutsche benutzt.

Sascha Thamm, der Vierte im Bunde, kommt aus Remscheid. Er hat Schriftliches dabei, das er jedoch hervorragend zu Gehör bringt. Das E-Bike bietet ihm genügend Stoff und die Radlerhose mit Popopolster auch. Früher sei er im String-Tanga bis zum Wundsein gefahren. Feuer durfte bei kleinen Feiern keines entzündet werden, so habe er mit Kumpels am Stausee eine selbst ernannte Großveranstaltung mit einem riesigen Feuer gestaltet. Bildreich erzählt er, wie er zur Olympiaübertragung vor dem Fernseher eine Tüte Zwiebelringe zu öffnen versucht. Sein Sohn hat unbemerkt mitgefilmt, wie alles auf dem Teppich landet, das Ergebnis davon ins Netz gestellt und sofort 7500 Zuschauer gehabt.

Duo "Two to listen to" unterhält

"Kabarett meets Comedy" hat den Zuschauern zwei Stunden lang Spaß und Freude bereitet. Im Theater durfte dann mit "Two to listen to" weiter gefeiert werden.