Minutenlanger Beifall, Szenenapplaus und ein Wechselspiel von humorvollen Augenblicken und Momenten des Schauderns begeisterten das Premieren-Publikum im Theater am Turm.
Das obwohl in der neusten Inszenierung im Villinger Theater am Turm (TaT) „Die acht Frauen“ gleich zu Beginn der Tod umhergeht.
In einer von der Außenwelt abgeschnittenen und eingeschneiten Villa musste sich unter acht Darstellerinnen die Mörderin des mit einem Messer im Rücken aufgefundenen Hausherrn befinden.
Das Publikum erkannte rasch, dass sich die landauf, landab auf vielen Bühnen gespielte Kriminalkomödie „Die acht Frauen“ aus der Feder von Robert Thomas als das richtige Rezept gegen lange Winternächte und willkommene Abwechslung gegen den Vorweihnachtsstress erwies.
Verschneite Villa
Regisseur Mustafa Karakolcu hatte für die Aufführungen auf ein Ensemble gesetzt, welches in jugendlicher Frische und mit prägnanter Mimik und Gestik das Schauspiel umsetzte. Zudem passte er das mörderisch-heitere Spektakel auf die räumlichen Gegebenheiten an und zauberte in das nicht für seinen üppigen Platz bekannte Theater einen Bühnenaufbau, der das Publikum mitten in die Atmosphäre einer winterlich verschneiten Villa tauchte.
Zudem ermöglichte er während dem gesamten Schauspiel dem Publikum den Blick in die verschneite Außenwelt, wo hinter einem Fenster eine verschneite Winterlandschaft zu sehen war, die verblüffend echt wirkte und auf die Schneeflocken unaufhörlich niedergingen. Es waren diese Details, welches die atmosphärisch dichte Wirkung der Aufführung noch intensiver wirken ließen.
Gute Auswahl
Die Ausdrucksstärke des unterhaltsamen Stücks vertiefte auch die Schauspielensemble, in welchem sich drei Generationen vereinten. Regisseur Karakolcu bewies zudem ein geschicktes Händchen in der Auswahl der Akteurinnen, bei denen er schauspielerische Erfahrung mit debütierender Unerschrockenheit mischte.
Amelie Piro, Samira Schwär und Ilayda Öteles feierten eine gelungene Bühnenpremiere und integrierten sich von Beginn an ihre Rollen. Sie wirkten wie ihre Schauspielkolleginnen Ulrika Bames, Maximiliane Fleig, Marnie Sulz, Svenja Raderath und Heidrun Tribukait kräftig mit, den mit reichlich Ironie versetzten psychodramatischen Effekt des Stückes zu intensivieren.
Weitere Termine
Wer das kurzweilige und darstellerisch ausdrucksstarke Theater und den mit Humor gespickten mörderischen Nervenkitzel liebt, ist bei den Acht Frauen genau richtig. Das populäre und auch als Film bekannte Theaterstück wird noch an 16 weiteren Abenden jeweils ab 20 Uhr im Theater am Turm an der Villinger Schaffneigasse aufgeführt.
Weitere Aufführungen gibt es am 19., 21., 22., 26., 28., 29., 30. November sowie 3., 5., 6., 10., 12., 13., 14., 17., 18. Dezember. Karten gibt es an der Abendkasse, via E-Mail homepage@theater-am-turm.de oder sind an der Buchhaltestelle in der Brunnenstraße in Villingen erhältlich.