„The BossHoss“ lassen es am Samstagabend im ausverkauften Kraftwerk beim Ferienzauber so richtig krachen.
Mit ihrem Jubiläumsprogramm „Twenty F**king Years!“ ließen es „The BossHoss“, die Hauptstadt-Cowboys aus Berlin, am Samstagabend im Rottweiler Kraftwerk beim Ferienzauber so richtig krachen und servierten ihren Fans Songs aus 20 Jahren Bandgeschichte.
Heißbegehrte Plätze sind gleich besetzt
Bereits kurz nach 18 Uhr war nicht nur die Dichte an Cowboyhüten im Kolossaal recht hoch, sondern auch die begehrten Plätze direkt vor der Bühne und darüber hinaus gut belegt. Doch bis die Jungs dann um 21 Uhr endlich auf die Bühne kamen, musste sich das Publikum noch eine ganze Weile gedulden.
Im Vorprogramm heizten die Jungs von „The Picturebooks“ die Stimmung im Kraftwerk an, das mit an die 2000 Besuchern übrigens ausverkauft war. Mit „Back To L.A.“ spielten „The Picturebooks Songs“ aus ihrem neuen Albums „Albuquerque“.
Kurz nach 21 Uhr rockten dann „The BossHoss“ die Bühne – laut, rotzig und mit jeder Menge Pyrotechnik. Fans und Band waren sichtlich in Feierlaune, schließlich kennt man sich ja auch, war es jetzt doch bereits der dritte Auftritt von „The BossHoss“ beim Ferienzauber.
Erinnerungen ans Kraftwerk
„Als ich den Schornstein gesehen hab‘, hab‘ ich mich gleich erinnert, dass wir schon mal da waren. Den Elfenbeinturm gab’s da aber noch nicht“, begrüßte Alec „Boss Burns“ Völkel das Publikum. Und auch Sascha „Hoss Power“ Vollmer schien es zu genießen mal wieder im „Grüß Gottle Land“ zu sein, wie der Sänger mit schwäbischen Wurzeln sagte.
Mehr als zwei Stunden lang rocken die Wildwest-Cowboys bei tropischen Temperaturen im Kolossaal einen scharfen Ritt über die Wüste Nevadas. Sie gaben Gas, vom Anfang bis zum Ende mit temporeichen Country Beats, unterstützt von einer dreiköpfigen „The Tijuana Wonderbrass“ Bläsergruppe.
„The BossHoss“ spielten auf Ihrer Jubiläumstour alte und neue Hits aus 20 Jahre Abriss-Rock im Country-Style. An der Bühnenfront warfen sich Alec „Boss Burns“ und Sascha „Hoss Power“ in Gitarrenposen, ließen ihre Instrumente aufheulen und schwangen ihre tätowierten Oberkörper zu ihren selbstarrangierten Countrysongs. Mit meterhohen Feuersäulen, deren Hitze selbst in der Mitte des Kolossaals zu spüren war – echtes Kraftwerkfeeling.
Mit viel Pyrotechnik
Bei Songs wie „I keep on Dancing“ und „Hey Ya“ konnte das Publikum seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellen. Ein wahrer Ohrenschmaus waren die besonderen Soloauftritte des Mundharmonika-Virtuosen Hank Williamson der vom Publikum begeistert gefeiert wurde.
Die „BossHoss“-Party ging mit viel Pyro mit Songs wie „Polk Salad Annie“, „Don‘t Gimme That“ und dem Dolly-Parton-Cover „Jolene“ dem Höhepunkt entgegen.
Ein von der ersten Minute an energiegeladenes Kraftwerkkonzert, das zwei Stunden powervoll und tempogeladen nur so vor Spiellaune sprühte.