Drittliga-Volleyballer kämpfen um den Klassenerhalt. TG-Coach Günter Hones: „Mit 26 Punkten wärst du normal schon gerettet.“
In der Dritten Liga der Volleyball-Herren steht am Samstag der letzte Spieltag an. Der Aufsteiger aus Schwenningen kämpft um den Klassenerhalt. TG-Coach Günter Hones nimmt kein Blatt vor den Mund: „Eine blödere Ausgangsposition für uns gibt es wirklich nicht mehr.“
Die Lage
Zwei Absteiger wird es in der Dritten Liga geben. Das Tabellenschlusslicht, das Volleyball-Internat Frankfurt spielt außer Konkurrenz und ist von der Abstiegsregelung nicht betroffen.
Der TV Waldgirmes (10. Platz, 16 Punkte) steht als erster Absteiger fest. Vor den Hessen wird es entweder die TG Schwenningen (9./26), den USC Freiburg (8./27) oder den SSC Karlsruhe (7./28) als zweites Team treffen.
Das Programm am Samstag
Die Schwenninger haben von diesem besagten Trio am Samstag (alle Spiele laufen zeitgleich um 19.30 Uhr) die vermeintlich schwerste Aufgabe vor sich. Coach Günter Hones und Co. müssen bei einer hammerharten Aufgabe bei der TG Rüsselsheim antreten, die noch Meister werden und in die 2. Bundesliga hoch will.
Der USC Freiburg empfängt hingegen Absteiger Waldgirmes. Die Karlsruher sind Gastgeber des Tabellenfünften SG Westerwald, für den es um nichts mehr geht.
Mit 26 Punkten, die die Schwenninger bereits auf ihrem Konto haben, wäre die Turngemeinde in der vergangenen Drittliga-Saison zu diesem Zeitpunkt im Tabellen-Mittelfeld gestanden.
Günter Hones legt nach: „Mit so einer Punkteanzahl wären wir im vergangenen Jahr schon gerettet gewesen. Aber die Liga ist in diesem Jahr so ausgeglichen wie noch nie. Davon sind wir selbst überrascht.“
Günter Hones blickt zurück
Der TG-Coach sieht kaum Kritikpunkte, wenn er den Saisonverlauf seines Teams betrachtet. Der Aufsteiger, der – bemerkenswert – seit knapp zehn Jahren in etwa mit dem gleichen Personal spielt, holte bisher in 19 Spielen acht Siege und punktete in zwei Tiebreaks. „Die Jungs haben in den vergangenen Monaten alles rausgehauen. Es gibt von mir keinen Vorwurf. Wenn ehemalige Erst- oder Zweitligaspieler in den wichtigen Momenten die entscheidenden Punkte gegen uns machen, dann ist es eben so.“
Wie es die TG in Rüsselsheim angehen will
Am Samstag gilt für die TG-Herren, nur auf sich zu schauen und sich mit den anderen Ergebnissen in Rüsselsheim gar nicht zu beschäftigen. „Wir wollen noch einmal alles aufs Feld bringen, was spielerisch und kämpferisch möglich ist. Dann sehen wir weiter. Unsere Vorbereitung in dieser Woche läuft ganz normal“, berichtet Günter Hones, der sich nicht den ganz großen Kopf macht. „Dann gehen die Dinge im Leben sowieso meistens schief.“
Übrigens: Im Hinspiel am 23. September schickten die Neckarstädter die Rüsselsheimer mit einer 1:3-Niederlage nach Hause. Wenn das mal kein gutes Omen ist.